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  • Tanja

    20. April 2015

    Wer bin ich? Hürden auf dem Weg zur Selbsterkenntnis

    Wer bin ich? Eine scheinbar einfache Frage, auf die es keine schnelle Antwort gibt. Man muss schon tiefer schürfen und kommt dabei unweigerlich zum Thema „Selbsterkenntnis“. Ein bedeutungsvolles Wort, das sogleich ein ganzes Bündel an weiteren Fragen aufwirft: Lebe ich mein Leben bewusst und selbstbestimmt? Und wenn nicht, wie lässt sich das erreichen? Wie reagiere ich auf bestimmte Situationen? Wie gehe ich mit Kritik um? Wie erkenne ich meine Stärken und woher weiß ich überhaupt, welches Potenzial ich habe?

    Was wir auf dem Weg zur Selbsterkenntnis am nötigsten brauchen, ist Selbstvertrauen. Und damit der Glaube an uns selbst und daran, dass wir in der Lage sind, unser Leben zu meistern. Meist lassen wir uns jedoch von vollkommen gegenteiligen Glaubenssätzen leiten. „Ich bin nichts wert. Ich kann das nicht. Ich schaffe das nicht. Ich bin nicht perfekt genug.“ So oder so ähnlich lauten die Mantren, die wir so lange verinnerlichen, bis wir das Vertrauen in uns selbst und in das Leben verlieren.

    tanja_seehofer

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    Die Außenwelt als unser Spiegel

    Selbsterkenntnis hat damit zu, beide Seiten wahrzunehmen und zu akzeptieren – die sonnigen, aber auch die schattigen. Oft wollen wir mit unserer Schattenseite nichts zu tun haben. Wir projizieren sie auf die Außenwelt und ärgern uns bei anderen Menschen genau über jene Eigenschaften, die tief vergraben in uns selbst liegen. Mit der Kraft unseres Geistes kreieren wir unsere eigene Wirklichkeit. Das sogenannte Spiegelgesetz besagt, dass jeder Mensch, dem wir begegnen, jede Situation, in der wir uns wiederfinden, sowie unsere gesamte Umgebung das Abbild unseres Bewusstseins sind. Demnach können uns folgende Sichtweisen helfen, uns selbst zu erkennen:

    1. Alles, was mich an dem anderen stört, unterdrücke ich in mir selbst.

    2. Alles, was der andere an mir kritisiert und mich berührt, hat mit mir zu tun.

    3. Alles, was der andere an mir kritisiert und mich nicht berührt, hat nichts mit mir zu tun.

    4. Alles, was ich an anderen bewundere, ist in mir selbst, aber ich lebe es noch nicht aus.

    Im Leben geht es keinesfalls darum, immer nur gut und perfekt zu sein. Auch geht es nicht darum, stets in völliger Harmonie zu leben. Das wäre nicht nur eine „Selbst“Lüge, sondern würde auch gegen die Lebensprinzipien Yin und Yang verstoßen. Beides sind die gegensätzlichen Teile eines Ganzen. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. Die Prägungen in der Kindheit und die Erfahrungen, die wir im Leben gemacht haben, machen uns zu der Person, die wir heute sind. Wir müssen uns eingestehen, dass diese Person gute und schlechte Eigenschaften, Stärken und Schwächen sowie Sehnsüchte und Fehler hat.

    Mutig unser wahres Selbst erkennen

    Die sensible Beobachtung unseres Selbst gibt uns die großartige Gelegenheit, unser wahres Ich zu erkennen – ganz ohne unsere Kindheitserfahrungen, ohne die erlernten Muster und festgefahrenen Glaubenssätze. Durch aufrichtige Ehrlichkeit und bewusste Beobachtung können wir den doch meist schweren Mantel der Vergangenheit ablegen und müssen uns nicht länger damit identifizieren. Allerdings umgehen wir diesen unbequemen Prozess nur allzu gerne, solange es uns gut geht. Unserem Lebenssinn widmen wir uns meist erst dann, wenn uns Krisen, Schicksalsschläge oder Krankheit zwangsläufig den Weg der Selbsterkenntnis gehen lassen.

    Ja, es verlangt viel Mut, nach innen zu schauen und sich nicht beirren zu lassen – weder von dem, was man selbst glaubt zu sein, noch von den Meinungen anderer. Die genaue Beobachtung ist erst der Anfang. Denn es gilt auch, die körperlichen Empfindungen und die Gefühle, die dadurch an die Oberfläche kommen, bewusst wahrzunehmen. Erst durch die Zuordnung körperlicher Empfindungen wie Druck, Stechen oder Hitze sowie das Verstehen dieser Gefühle, macht es uns möglich, diese auch loszulassen. Unser Ziel muss es sein, uns von Abhängigkeiten aller Art zu lösen sowie authentisch und frei von Urteilen zu leben. Es liegt in unserer Eigenverantwortung, uns nicht länger von der Vergangenheit hypnotisieren zu lassen und Klarheit bei der Sicht auf unser Selbst zu schaffen.

    Ein Mensch auf dem Weg zur Selbsterkenntnis...

    ...glaubt an sich und erlaubt sich, Fehler zu machen.

    ...nimmt sich Zeit für sich selbst, er weiß, was ihm gut tut und kennt seine Grenzen.

    ...steht zu seinen Stärken und Schwächen.

    ...ist sich selbst treu und sorgt für sich und seine Bedürfnisse.

    ...achtet und respektiert seine Gefühle und Empfindungen

    ...kann liebevoll Nein sagen, wenn er nicht hinter einer Sache steht – ohne schlechtes Gewissen.

    ...übernimmt die Verantwortung für alles, was in seinem Leben passiert.

    ...erlaubt es sich, mit Geduld und Disziplin seine Ziele und Sehnsüchte zu erforschen.

    Ein Mensch, der an sich glaubt und die tiefe Überzeugung hat, alles in sich zu haben, was er braucht, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen – so lautet die wohl bestmögliche Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“. Nur zu leicht wäre es, die Verantwortung auf unsere Eltern, unsere Erziehung und unsere Vergangenheit zu schieben. Stattdessen sind wir gefordert, durch die intensive Erforschung unseres Selbst, das Unbewusste ans Licht zu holen sowie Glaubenssätze, Begrenzungen und Blockaden, die uns nicht dienlich sind, zu erkennen und Stück für Stück loszulassen. Dennoch: In unserem Leben wird es immer Hürden und Hindernisse geben. Nur wer die Existenz beider Energien – jene, die uns tragen, aber auch jene, die uns im Wege stehen – annehmen kann, wird seinen wahren Wesenskern zur Entfaltung bringen.

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  • KatrinS

    18. April 2015

    What goes around comes around

    Ich war schon immer der Typ, der Wettkämpfe braucht, um sich zu motivieren. Getreu dem Motto: Erst anmelden, dann denken. 2014 habe ich mein Halbmarathontraining in 6 Wochen runtergerissen. Das habe ich mit einer Plantarfasziitis bezahlt, 6 Monate und diverse Wettkämpfe lang.

    In diesem Jahr soll alles anders werden und somit gehen wir es auch schon einmal anders an. In diesem Jahr gibt es einen strickten Plan. Den gab es zwar im letzten Jahr auch, aber daran gehalten habe ich mich weniger.

    Dieses jahr sollen alle Einheiten strikt nach Plan verlaufen. Aber natürlich gibt es immer wieder Momente, in denen es mich aus dem Takt wirft. Wie zum Beispiel vor ein paar Tagen, als die Nase plötzlich lief und der Hals kratzte. Die Enttäuschung war groß, als feststand, dass der so lieb gewonnen lange knapp 3 stündige Sonntagslauf ausfallen musste. Keine Trails für Katrin.

    Dennoch hat diese Woche meiner Motivation keinen Abbruch getan, denn ich habe meine kleine Geheimwaffe... MEINEN MOTIVATIONSBOOSTER... mein persönliches kleines Herzensprojekt, das mich stets und ständig in meinen Gedanken begleitet.

    Ich laufe nicht mehr nur für mich allein, sondern jeder einzelne meiner Kilometer bewirkt etwas.

     

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    Schon seitdem ich 2012 mit Sport anfing, habe ich nach etwas gesucht, womit ich ein Stück zurückgeben kann. Etwas wirklich sinnvolles zu finden, mit dem man sich auch wirklich identifizieren kann, ist gar nicht so leicht. Nun, manchmal sieht man auch den Wald vor lauter Bäumen nicht und so hat es tatsächlich bis Januar 2015 gedauert, bis mir die zündende Idee kam.

    Mein Cousin, mit dem ich in meiner Kindheit jeden Tag verbrachte, ist in diesem Jahr bereits 10 Jahre tot. 10 Jahre in denen ich nicht überwunden habe, dass er mit 19 Jahren ums Leben kam. Wir sind so verdammt privilegiert, dass wir tun können, was wir tun können.

    Dass wir schwimmen können und radeln und laufen. Dass wir wandern können, auf Berge klettern, in den Urlaub fliegen usw.

    Es gibt viele unter uns, die können das nicht, mit denen hat es das Leben nicht ganz so gut gemeint.  Kinder mit lebensverkürzenden Diagnosen. Und genau die sind es, die mein Herz erobert haben. Das mag vielleicht makaber klingen, aber nein, ist es nicht.

    Und genau für diese Kinder gibt es ein Hospiz. Was dort nicht unbedingt sterben heisst. In das Kinderhospiz Mitteldeutschland können Familien mit ihren kranken Kinder für ein paar Wochen im Jahr gehen, um mehr Zeit gemeinsam für sich zu haben. Die Pflege wird Ihnen abgenommen und man kümmert sich liebevoll um all ihre Belange.

    Was Eltern und diese totkranken Kinder leisten, wofür sie kämpfen, was ihr Leben ausmacht, all das kann man wohl nicht beschreiben. Aber man kann etwas für sie tun, denn das Hospiz finanziert sich größtenteils durch Spenden.

    Mit jedem meiner Kilometer erhöht sich meine Spendensumme.

    http://www.kinderhospiz-mitteldeutschland.de/jetzt_spenden.html?laufen-fuer-das-kinderhospiz

    Ich bin sehr stolz auf mein kleines Projekt und es verleiht mir unglaublich viel Kraft. Die Saison wird großartig, denn sie gehört den Kids.

    Und ihr könnt mich gerne hier ein Stück des Weges begleiten.

    In Dankbarkeit.

    Alles Liebe, Eure Katrin

  • Susann

    07. April 2015

    Wenn ich für mich Sport mache….

    … dann finde ich mich begeistert auf der Yogamatte wieder und arbeite an mehr Beweglichkeit & Entspannung. Yin-Yoga finde ich aus diesem Grund, so mühsam und anstrengend ich es manchmal erlebe, allein wegen der enorm dehnenden Komponenten und wegen des damit verbundenen Faszien-Trainings ganz großartig und merke, wie gut mir das in meinem sportlichen Alltag tut. Dann wiederum gehe ich begeistert bei dynamischeren Bewegungs-Flows in Yogastunden mit, mag die Verbindung mit fein ausgesuchter Musik sehr und genieße es, angenehm erschöpft aus der Stunde heraus zu gehen. Außer Yoga wollte ich gern noch eine weitere sportliche Komponente für mich als Ausgleich, als persönliche Motivation und Inspiration in mein „Programm“ aufnehmen und landete dann bei deepWORK™.

     

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    Von deepWORK™ hatte ich bereits gehört und wollte es lange schon ausprobieren. Ich wusste, dass es ein Workout mit einem Mix aus Dynamik und Entspannung ist, bei dem Yoga-Elemente in Abläufe mit funktionalen Übungen integriert werden. Das klingt „auf dem Papier“ erst einmal schön und gut, aber wie ist das Feeling in solchen Workout-Stunden? Oder ist deepWORK™ vielleicht doch wieder nur eines von den gefühlten 1.000 Kursformaten, bei dem alte Inhalte nur cool verpackt und natürlich auch sehr cool vermarket werden?

    Wenn ich für mich Sport mache, dann schätze ich kleine, persönliche, motivierende Workouts. Für mich ist es eine echte Erholung, in kleineren Kursen zu trainieren und mich begeistern zu lassen. Jessy im East Sporting Club ist eine Trainerin, der genau das perfekt gelingt. Bei ihr bin ich richtig gern als Teilnehmerin dabei. Und wenn sie dann noch eine deepWORK™ Stunde anbietet, ist das ja die perfekte Gelegenheit, das Workout einmal zu testen. deepWORK™ stellt sich als athletisches, anstrengendes Workout dar, das bildlich aus den fünf Elementen Erde, Holz, Feuer, Metall und Wasser besteht. Im Aufbau beinhaltet das Programm die energievolle Spannung zwischen Yin und Yan, zwischen Ruhe und Entspannung. Das Programm verspricht, dass die Teilnehmer nach einer Trainingseinheit vollkommen erschöpft sind. Und, ist es in der Praxis auch so?

    Die Stunde startet sehr ruhig, in einer dehnenden Position, Fersensitz, die Arme lang ausgestreckt vor mir auf der Matte, Dehnung für den Rücken und für die Hüfte. Von dort startet ein langsamer, konzentrierter Bewegungs-Flow, der die Wirbelsäule mobilisiert. Die Musik untermalt mit eher lounge-artigen Klängen den sanften Einstieg in das Workout. Stetig kommt aber mehr Dynamik ins Spiel, die Musik treibt uns jetzt ganz schön an. Ich entdecke herabschauende Hunde und Planken, Krieger und Helden. Haltende Positionen und explosive Dynamik mit Sprüngen wechseln einander ab und wirken spätestens nach 20 Minuten schweißtreibend. Der Griff nach der Wasserflasche muss jetzt auch mal sein!

     

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    Wir halten lange in der Kniebeuge und verbinden diese statische Position mit Übungen, die den Rücken kräftigen, um dann schnell und kraftvoll in einen Strecksprung zu jumpen und von dort wieder in der Kniebeuge zurück zu landen. Und zu halten, zu halten… Sprünge aus der Planke in einen Squat wechseln sich ab mit fordernden Balance-Übungen, die wiederum gefolgt werden von Sprints am Platz. Ganz zum Schluss dehnen und entspannen wir wieder, schließen den Kreis, indem wir erneut in den Bewegungsflow ganz vom Anfang der Stunde gehen. Fersensitz once againg… Nur jetzt sind wir alle gut ausgepowert.

    Fazit: Es wird nie langweilig. deepWORK™ trainiert intensiv die gesamte Core-Muskulatur und bietet einen schön choreographierten Wechsel aus Dynamik und Entspannung. Kraftausdauer, Cardio, Beweglichkeit und Entspannung, alles zusammen in einem Workout – ich finde es super und habe richtig Spaß daran gefunden. Das Programm wirkt rund und gut durchdacht und bietet ein abwechslungsreiches Training, das fordert aber nicht fertig macht. Ganz lieben Dank an Jessy, die mich großartig durch diese schweißtreibende Stunde motiviert hat.

  • Bee

    29. März 2015

    Run and Om - unser Yogaretreat im mama thresl Hotel

    Glücklich. Dankbar. Und auch ein kleines bisschen stolz.

    Endlich ist einer meiner großen Herzenswünsche Realität geworden. BeeAthletica wird in Kooperation mit Yogadelight zum ersten Mal ein Yogaretreat veranstalten. Ein bisschen athletischer als die meisten Yogawochenenden und auch ein bisschen lifestyliger und bunter, denn schließlich muss ich ja authentisch bleiben :).

    Wir werden die Berge und Täler ums wunderschöne mama thresl Hotel mit der ehemaligen Profisportlerin Larissa Kleinmann erlaufen, restoratives Yin-Yoga mit Tanja Seehofer praktizieren und vielleicht for fun ein bisschen Modenschau mit 'real people' machen.

     

    collage-retreat-1 Die Mädels Tanja, Larissa, Claudia und Bee

     

    Wir alle sind mega gespannt auf unsere Frauen-Power-Combo, bei der geballte Leidenschaft und Liebe für den gesunden Lifestyle zusammenkommt.

    Wann: 22. - 25. Oktober 2015

    Wo: mama thresl Hotel, Leogang/Österreich

     

    collage-retreat-2 Foto-Credit: mama thresl Hotel

     

    Weitere Infos und Buchung über Yogadelight unter folgendem folgendem Link: http://www.yogadelight.de/690-yoga-und-laufen-im-mama-thresl-mit-larissa-kleinmann-und-tanja-seehofer-im-oktober-2015.html

    Magst du mitkommen? Wir würden uns sehr freuen.

    Namasté.

    Bee mit Claudia, Tanja und Larissa

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  • Maren

    24. März 2015

    Die 8 Gaben des Menschen

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie alle um mich herum durchgedreht sind, als während meiner Yogalehrerausbildung in Berlin, die „Queen“ das Kundalini Yoga – GURMUKH - zu Gast war und während eines Ausbildungswochenendes einen Workshop unterrichtet hat. Ich hatte damals genug mit der Ausbildung zu tun und überhaupt keinen Kopf dafür, mich auf eine so völlig andere Methode einzulassen. Außerdem fand‘ ich den Hype um die Frau eher anstrengend, so dass ich bei Ihrem Workshop nicht dabei war. Das ist jetzt 8 Jahre her. Noch immer habe ich keinen Workshop bei Gurmukh gemacht und auch nur hier und da ins Kundalini-Yoga reingeschnuppert, aber dieses Jahr möchte ich sie unbedingt live erleben und ein bißchen in die Kundalini-Yoga-Welt eintauchen. Denn Gurmukh kommt im Mai wieder nach Deutschland. Warum ich sie erleben will? Ich habe schon in ihr Buch reingelesen und bin dermaßen begeistert davon, dass ich der Überzeugung bin, Ihr Workshop wird eine absolute Bereicherung für mich werden.

     

    Gurmukh

     

    Was das Buch (für mich) so besonders macht, ist, dass es ein Buch mit sehr viel Herz ist, das mit vielen lehrreichen Anekdoten und inspirierenden Zitaten von Gurmukh angereichert ist. Auch von Yogi Bhajan, der Gründer dieser Yogaform und geschätzte Lehrer der Autorin, fließen viele berührende Zitate ein. „Die 8 Gaben des Menschen“ beziehen sich auf die Hauptenergiezentren des Körpers – die Chakras. Sie repräsentieren bestimmte Qualitäten, Absichten und Gefühle im Menschen, die durch die Körper- und Atemübungen, sowie Meditationen im Buch konkret angesprochen werden und eine unmittelbare Wirkung spüren lassen.

    Gurmukh ist seit vierzig Jahren leidenschaftlich im Einsatz als Yogalehrerin und schöpft so aus einem reichen Erfahrungsschatz, den sie mit sehr einer großen Priese Poesie und Humor würzt.

    „Wenn ich meine Schüler unterrichte, so sage ich ihnen nicht, dass diese oder jene Übung ihnen den ‚Mega-Sixpack-Bauch‘ oder einen ‚prallen Top-Hintern‘ beschert. … Wir leben nicht in Legoland und wir praktizieren Yoga nicht so, als seien unsere Körper aus lauter Einzelteilen zusammengesetzt. … Das greifbare Ergebnis ist, dass wir anfangen, unseren Körper mehr zu schätzen und zu mögen, und so der Körper stärker und gesünder wird.“

    Das macht das Buch neben dem praktischen Aspekt auch zu einer Lesefreude und zu einer Einladung, sich selbst auf eine Reise durch die Chakras zu begeben und die Gaben, die sie bereithalten − Akzeptanz, Kreativität, Entschlossenheit, Mitgefühl, Wahrheit, Intuition, Grenzenlosigkeit und Ausstrahlung − zu erforschen.

    Trotz der lockeren Art und ihrem unvergleichlichen südkalifornischen Witz lässt Gurmukh keinen Zweifel daran aufkommen, dass es ihr nicht um ein Fitness- oder Optimierungsprogramm geht, sondern dass sie die Menschen wieder mit ihren inneren Quellen der Kraft und Heilung in Verbindung bringen möchte: „Wenn du Yoga als eine physische und spirituelle Praxis in dein Leben integrierst, dann hilft dir das, deine Seele zu heilen, wobei der Körper das Werkzeug für diese Heilung ist.“

     

    Druck

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    Gurmukh ist nicht nur in der Lage, die Möglichkeiten und Herausforderungen im jeweiligen Chakra verständlich zu beschreiben, sondern weist in kleinen Geschichten aus ihrem Leben auch immer wieder darauf hin, welche Überraschungen und Wunder das Leben doch für uns bietet, wenn wir bereit sind, uns für seine atemberaubende Schönheit und seine Geheimnisse zu öffnen. Dafür reichen oft schon wenige Minuten, wie sie im Buch wiederholt versichert: „Probier es einfach aus und schau was passiert!“
    http://shop.weltinnenraum.de/Autor/Gurmukh/


    Hier die Termine mit Gurmukh in Deutschland:

    16./17.5. Spirit Yoga, Berlin

    17./18.5. Jivamukti Yoga, Berlin Mitte

    30./31.5. Lord Vishnu‘s Couch, Yoga Conference, Köln

    See you on the mat!
    Namasté,
    Maren

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  • Bee

    19. März 2015

    Clemens Frede: Schlechte Angewohnheiten loswerden

     

     clemens

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    Schluss damit. Rauchen. Andere unterbrechen. Dinge aufschieben. Jeder hat so seine schlechten Angewohnheiten, die er lieber abgeben würde. Und irgendwie hängt man auch an ihnen. Sie sind so vertraut. In meinem letzten Beitrag habe ich erklärt, wie man Vorsätze umsetzt. Dinge, die man gerne tut. Lagerfeld hat angeblich mit dem Rauchen aufgehört, weil seine Mutter gesagt habe, es lenke die Aufmerksamkeit zu sehr auf seine hässlichen Finger. Was macht man, wenn man nicht so eine Mutter hat? Wie wird man schlechte Angewohnheiten los?

     

    Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung

     

    Der erste Schritt ist immer, Bewusstsein zu entwickeln. Ist man sich der Angewohnheiten, die man ablegen möchte, erstmal bewusst, kann man sie auch verändern. Klar, merkt man, wenn man eine Rauchen geht. Klar, weiß jeder, dass Rauchen krank macht. Dann versucht man aufzuhören; klappt nicht - auch egal. Damit ist der Drops gelutscht. Vielleicht gehört zur Einsicht aber mehr.
    Ein wichtiger Schritt ist, die Aufmerksamkeit auf den Moment zu legen bevor man diese Dinge tut,  nicht auf die Schuldgefühle und Frustration danach.
    Zur Einsicht gehört, die Entschuldigungen aufzudecken, die man sich zurechtlegt. Es gehört die Achtsamkeit dazu im Moment der Schwäche, wenn man zu den Zigaretten greift. Genau wie bei dem Vorsatz etwas neues anzufangen gehört zu dem Vorsatz ein Verhalten abzulegen eine verbindliche Verpflichtung sich selbst gegenüber.
    Wenn man ein Verhalten ablegen möchte hat man leider oft wenig, worauf man sich freuen kann. Statt eine zu rauchen macht man… nichts? Statt jemanden zu unterbrechen… muss man seine Meinung für sich behalten?

     

    Strategien

     

    Eine Strategie ist Ablenkung. Ich glaube nicht an das Kaugummi als Alternative zum Rauchen, denn wie geil ist schon Kaugummikauen? Allerdings will man ja auch nicht die eine Sucht mit der nächsten ablösen. Am besten hält man sich zwei bis drei Alternativen bereit, die Spaß machen und nicht gesundheitsschädlich sind. Wir lieben Belohnungen. Also belohne Dich mit etwas, wenn Du eine schlecht Angewohnheit umgehst.
    Eine weitere Strategie schlechte Angewohnheiten abzulegen – wenn man das Vorhaben ernst nimmt – ist es wie ein Spiel zu sehen. Wenn man es als eine unterhaltsame Herausforderung betrachtet, geht es einem viel leichter von der Hand. Ist Rauchen wirklich sooo wichtig? Muss ich dem Gegenüber jetzt wirklich ins Wort fallen? Oder kann ich mit einem inneren Grinsen schauen, ob mein Wille nicht doch etwas stärker ist? Wer gewinnt?
    Die dritte Strategie ist für Könner. Wer echt gut drauf ist, kann sich einfach mit seinem Verlangen hinsetzen und die Gedanken beobachten. Es ist schon sehr faszinierend, was sich da so abspielt. Als Menschen sind wir schon extrem konditioniert. Ich bin nervös, also muss ich Nägel kauen oder eine Rauchen. Ist das wirklich so? Natürlich nicht.

     

    Wie stark ist dein Wille?

     

    Letztendlich ist die Frage: Kann ich es aushalten? Kann ich es aushalten nicht zu rauchen? Kann ich jemanden ausreden lassen? Kann ich es aushalten, die Arbeit anzugehen und sie nicht aufzuschieben? Die Antwort ist eigentlich immer: Ja, du kannst.
    Also: Schluss. Jetzt.

     

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    Clemens Frede
    Clemens Frede ist Berater und Yogi. Seine Erfahrung in der Berufswelt, im Yoga und im Sport ermöglichen ihm, diese Themen bedachtsam zu kombinieren. In seinem Studium der Performance Psychology befasst er sich eingehend mit Motivation, Selbstvertrauen, Attribution, und Achtsamkeit. www.clemensfrede.com

     

    Dies ist der zweite Teil einer Serie von vier Beiträgen, die erklären, wie man sportliche und andere Ziele mittel- und langfristig umsetzen kann.
    1) Los geht’s. - Vorsätze fassen und umsetzen.
    2) Schluss damit. - Schlechte Angewohnheiten loswerden.
    3) Dran bleiben. - Geduld und Ausdauer kultivieren.
    4) Feiern. - Erfolge und Misserfolge anerkennen.

  • Luisa

    12. März 2015

    Trends 2015: Sportswear goes casual

    Heute bin ich mal nicht als Yogini, sondern als Fashionista unterwegs und stelle euch meine persönlichen Top 5 Sportswear-Trends vor, die auch perfekte Streetstyle-Outfits ergeben.

    Trend 1: LEGGING-LOVE

    Leggings sind weder nur 90er, noch eignen sie sich ausschließlich als Trainingsbegleiter. If you ask me: Leggings sind DAS Fashion-Essential schlechthin und sehen nicht nur an hippen Yoga-Girls wie #rachelbrathen oder #tarastiles tiptop aus. Da ich es in Sachen Mode très français und daher unkompliziert chic mag, sind Leggings-Stylings für mich die idealen Outfits: minimaler Aufwand, maximaler Look. Einfach easy Shirt und weite Strickjacke drüber, farblich passende Sneakers dazu – und fertig ist die oberstylishe Every-day Garderobe. Und nicht nur wer glaubt, Leggings würden an den eigenen Beinen unvorteilhaft sein, sollte unbedingt die Airbrush Legging Spacedye von #aloyoga ausprobieren. In frischem Grün heißt sie den Frühling willkommen und sorgt für optimales Shaping. Wetten, dass ihr euch auch verliebt?

     

    collage_alo

     

    Trend 2: FLOWERPOWER

    Juhu, die Blümchen sind zurück! Nicht nur auf der Wiese, sondern auch im Modekosmos. In dieser Saison zeigen sie sich weniger pastellig oder romantisch interpretiert, sondern düster gehalten und aufwendig inszeniert. Besonders kontrastreiche Varianten in Form von roten Rosen auf schwarzen Kleidern präsentieren beispielsweise #louisvuitton oder #céline. #onzie geht noch weiter und kombiniert knallbunte Rosen auf Nuancen von Dunkelblau mit gleichfarbigem Ethno-Muster. Mit der High Rise Legging Espana ist dem Label sowohl ein besonders cooler Muster-Mix (Den ich persönlich sehr liebe!) als auch ein apartes, sportliches Piece gelungen. Kombiniert mit frischen, lässigen Shirts und Sneakers, sorgt das neue Lieblingsstück nicht nur auf der Yogamatte für Bewunderung, sondern auch beim Flanieren in der City. Dabei kommt Langeweile garantiert nicht auf: Weil es viele unterschiedliche Farbtöne aufs sommerliche Bein holt, sind den Kombinationsmöglichkeiten nahezu keine Grenzen gesetzt. So go and play!

     

    collage_flowerpower

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    Trend 3: TRANSPARENZ

    Transparente Teile liegen 2015 voll im Trend. Auf den Runways wurden sie unter anderem von #naeemkhan (wiederum mit Mustern kombiniert) oder von #dimitri vorgestellt. Da sich Blusen- oder Chiffonstoffe weniger fürs schweißtreibende Workout eignen, schneidert #aloyoga ein luftig-cleveres Layer-Top in Netzoptik und holt damit den sexy Trend in die Welt der Sportswear. Ich finde, dass das stylishe Stück auch ganz großartig zu Skinny Jeans und Pumps passt. Für mich ein echter Allrounder, der diese Saison in keinem Kleiderschrank fehlen darf.

     

    collage_transparenz

     

    Trend 4: SMARTE SHORTS

    Wer sexy Beine hat, darf sie auch zeigen – nicht nur beim Workout, sondern auch außerhalb der Gym. Ich war schon immer ein großer Fan von kurzen Shorts, getragen zu weiten Shirts und Wedges. Auch diesen Sommer sind meine short Favs zurück: knallbunt und super praktisch. Mein absoluter Liebling ist die Side String Short Delic von #onzie, die massenhaft gute Laune versprüht und dank ihres Free-Flow-Materials angenehm kühlt. Mein Fazit: very cosy, very yummy, very L.A.!

     

    collage_shorts

     

    TREND 5: COMFY WEAR

    Meine Devise: Es geht nur, was auch bequem ist. Vor allem in Sachen Under- und Beachwear picke ich mir oftmals ein Teilchen aus, das wirklich nur schön anzusehen ist. Seit ich schwanger war, stehen BH-Tops bei mir hoch im Kurs. Sie sehen sportlich-sexy aus und drücken nicht – Nicht-mehr-ausziehen-wollen-Alarm! #onzie hat das Must-Have in modisches Azurblau getaucht und ein Criss-Cross-BH-Top kreiert, das unter dem sommerlichen Shirt, beim Sport oder am Strand tolle Kurven zaubert, wie eine zweite Haut sitzt und von Sonne geküsster Haut schmeichelt. Let the sunshine in und führe dein BH-Top aus. #everydamnday

     

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    Ich wünsche euch viel Freude beim Nachstylen und Tragen!

    Eure Luisa

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  • Katja

    06. März 2015

    Ich habe meine Sterne neu geordnet

    Ihr habt euch wahrscheinlich schon gewundert, wo ich war oder warum ich nichts mehr gepostet habe. Ich bin ehrlich, ich habe mir eine kleine Verschnaufpause gegönnt, um meine Sterne neu zu ordnen.

    Wieso habe ich meine Sterne neu geordnet? Na ja, ich habe mich von meinem Partner getrennt und eine Scheidung hinter mich gebracht. Da gab es einige Dinge zu überdenken, zu organisieren und auf die Beine zu stellen.

    Schön ist, dass jetzt wieder alles wieder in geregelten  Bahnen läuft und alles seinen Gang geht.

     

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    Was für eine Rolle hat in dieser Zeit des Umbruchs, Yoga für mich gespielt? Eine enorm große Rolle.

    Yoga hat mir geholfen, die Dinge klar zu sehen und nicht verbittert oder niedergeschlagen zu sein. Yoga ist nämlich viel mehr,  als sich nur auf der Matte zu verbiegen. Es ist eine Lebenseinstellung.

    In dieser Zeit war es wichtig Dinge loszulassen. Genau wie auf der Yogamatte. Es ist immer hilfreich loszulassen und nicht festzuhalten wenn du in einer Yogapose bist.
    Mit Loslassen meine ich natürlich nicht die Körperspannung.  Nein ich meine die Dinge die dich blockieren, die dir Energie nehmen, sogenannte Energiefresser.  Diese Dinge solltet ihr los lassen und hinter euch lassen und Yoga hilft euch so sehr dabei. Ich spreche aus Erfahrung.

    Yoga ist für mich die Kraftquelle, die ich in meinem doch manchmal turbulenten Alltag benötige.  Langweilig wird es bei mir eben nie.

    Einfach nach vorne schauen, nie zurück blicken und genau das mache ich. Nach vorne schauen getreu dem Motto: „ Aufstehen, Knie abklopfen und Krone richten, weiter geht es“.

    Vielen lieben Dank auch an die liebe Bee, die mich die ganze Zeit unterstützt und mir die Zeit gelassen hat, die ich gebraucht habe. Bee- Botschafterin sein ist eben viel  mehr - nämlich Freundschaft und mit Freunden schafft man einfach alles.

     

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    Ich freue mich wieder da zu sein und euch mit der Yogapose des Monats zu erfreuen.

    Ein ganz Herzliches Namaste.

    Eure Katja

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  • Alex

    28. Februar 2015

    Mein Traum vom Tanzen

    Ich erinnere mich noch sehr genau an die traditionelle Gymnastikrunde während meines Leichtathletik-Trainings im Grundschulalter. Bei allen anderen sah das alles so leicht aus und ich kam nicht mal annähernd mit meinen Händen auf den Boden, wenn ich mich nach vorn beugte. Im Langsitz hatte ich größte Mühe, meinen Oberkörper senkrecht zu strecken – mit den Händen die Füße berühren, war undenkbar.

     

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    So habe ich damals relativ schnell für mich beschlossen, dass eine Tanzkarriere in diesem Leben wohl keinen Sinn machen würde – obwohl ich schon insgeheim davon geträumt habe, mit dem Tanzen anzufangen. Aber ich fühlte mich in der Leichtathletik zu Hause und entdeckte im Jugendalter eine Leidenschaft für mich, die bis heute geblieben ist: das Laufen. Obwohl mich das Laufen voll und ganz erfüllte, schlich sich mein Kindheitstraum immer mal wieder in mein Bewusstsein: Beim Aerobic zum Beispiel ertappte ich mich dabei, wie ich mir vorstellte, doch mal zu einer Schnupperstunde in einem Ballettstudio vorbeizuschauen. Doch bei der Vorstellung blieb es zunächst für viele Jahre.

    Nach mehr als 15 Jahren Ausdauersport, unzähligen Wettkämpfen und auch mehreren Ausflügen in die Triathlon-Szene habe ich vor drei Jahren schließlich Yoga für mich entdeckt – und auf einmal war er wieder da – mein Traum vom Tanzen. Ich war zwar ungelenkiger denn je (so wie wir Läufer uns öfter mal fühlen ;-)), habe aber durch Yoga schnell gemerkt, dass es nicht mein Körper ist, der mich begrenzt und im wahrsten Sinne des Wortes einengt, sondern mein Kopf. Mit neuem Körpergefühl- und Lebensgefühl habe ich mich dann vor eineinhalb Jahren an der Akademie Remscheid zum Ausbildungsgang Tanzpädagogik angemeldet – voller Euphorie und mit dem Wissen: jeder kann tanzen. Aber dann kam sie irgendwann wieder – meine alte, mir doch immer noch sehr vertraute Angst, nicht gelenkig, grazil oder einfach gesagt: nicht gut genug zu sein!

    Die Akademie war und ist für mich exakt der richtige Ort, um sich mit dieser Angst auseinander zu setzen – das habe ich schon am ersten Tag festgestellt, als wir uns frei im Raum zu Musik bewegen sollten. Hört sich einfach an – aber ich merkte, wie ich förmlich am Boden festklebte und mein Kopf die ganze Zeit sagte: Das geht nicht!

    Nach mehrere Kursphasen fand im Januar die letzte Woche meines Basis-Blocks statt und es war für mich wieder einmal eine tolle, aufregende und lehrreiche Zeit. Wir hatten als Hausaufgabe alle eine Lehrprobe und ein selbst choreographiertes Solo vorbereitet. In unserem Solo sollten wir uns mit einem Alltagsgegenstand auseinander setzen – mein Alltagsgegenstand war ein weißes Blatt Papier. Es sind wunderschöne Soli entstanden und neben dem Spaß an meiner eigenen Arbeit waren es für mich tolle Momente, in die Welten eines jeden einzelnen aus meiner Gruppe eintauchen zu dürfen. Wer tanzt, erzählt eine Geschichte – das ist für mich eine ganz besondere Faszination und ich merke, wie ich mich von Woche zu Woche wohler und vertrauter fühle mit dieser Kunst.

    Tanzen heißt für mich aber auch Selbsterfahrung und Selbstverwirklichung. In Remscheid bin ich eine Woche lang ganz raus aus allem. Die meisten der Teilnehmer verschiedenster Bildungsbereiche wohnen dort und können sich fernab des Alltags ganz auf sich konzentrieren – und genau das ist das Konzept der Akademie. Ich liebe mein Zuhause über alles und für mich ist es im ersten Moment schon immer eine Überwindung, zu verreisen. Aber wenn ich vor Ort bin, spüre ich, wie viel Entwicklung möglich ist, wenn man der Entwicklung Raum gibt – tänzerisch, aber auch persönlich.

    Höhepunkt meiner letzten Kursphase war eine Werksschau, zu der wir alle anderen Teilnehmer der Akademie, Freunde und Familie eingeladen haben. Wir haben eine Auswahl an Choreographien und Improvisationen präsentiert, an denen wir in der Woche gearbeitet haben – und es hat riesig Spaß gemacht. Ich freue mich jetzt schon auf den nächste Block im Mai zum Thema Körper, Sprache & Bewegung und werde gern über meine Erlebnisse und Erfahrungen berichten!

    Traut euch das zu tun, was euer Herz möchte! Es lohnt sich!

    Alles Liebe,

    Alex

    and was tagged with Dance, Auftanken, Balance

  • Isabel

    25. Februar 2015

    So stark kann schwach sein

    Eine Krise kann jeder Idiot haben, was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.

    Anton Tschechow

     

    Ich weiß nicht, ob es eine Krise war oder ob mir der Alltag zu schaffen machte: Vielleicht beides, vielleicht nichts davon. Letztlich ist das nicht mal wichtig. Ich hatte in den letzten Wochen einfach das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht diszipliniert genug zu sein, nicht hart genug zu arbeiten.

    Was war passiert? Mein Triathlon-Training kam ins Stocken: Erst eine Woche Erkältung, als ich wieder auf den Beinen war, purzelte ich die Treppe runter: Bänderdehnung, Prellungen, mehrere Tage an Krücken. Mein Silvesterlauf über 10 Kilometer, auf den ich mich wochenlang gefreut hatte: gestrichen.

     

    Pechmaire

    .

    Und dann kam tatsächlich der Alltag. Lange, lange Bürositzungen, Freunde, die mich dringend brauchten, mich fiel eine Müdigkeit an, die mich einen der seltenen freien Wochenende fast komplett im Bett/auf dem Sofa verbringen ließ. Dabei hatte ich Pläne gemacht: Da mache ich ausgiebig Yoga, da kaufe ich groß ein, da koche ich für die Woche vor, da miste ich diesen und jenen Schrank für meinen Umzug im März aus, da gehe ich laufen, da rufe ich mal endlich wieder xyz an, da schreibe ich diesen Brief endlich, da bügele ich, da gehe ich noch ins Kino.

    Ja. Das war der Plan. Die Realität sah anders aus. Bleierne Müdigkeit. Ein bisschen Yoga. Kein Einkauf, Resteessen. Laufen? Nee, es stürmt und regnet und ich hab schon wieder ne Schniefnase.

    Dazu der Marathoni, der nur sagte: „Also, dass Du Dich als Einsteiger gleich an die olympische Distanz wagen willst, Respekt. Ist ja nicht mehr so lange hin.“

    Mich beschlich das Gefühl, dass ich das alles nicht so easy auf die Reihe kriege, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Selbstständigkeit, die Umzugsplanungen, das Training.

    Und warum bitte hat es ich zwei Wochen gekostet, um nicht nur eine Entscheidung zu treffen, sondern mich auch richtig gut dabei zu fühlen? Weil ich eine schlichte Plan-Änderung als Scheitern empfand. Und gescheitert wird nicht. Punkt.

    Ich werde auf die kürzere Sprintdistanz wechseln. Die kriege ich hin, da besteht kein Zweifel. Nein, das ist nicht das absolute Austesten meiner Grenzen – aber wirklich: Das habe ich in den letzten zehn Jahren ausführlichst gehabt. Es gibt diesen schönen Satz, dass Wunder außerhalb der Komfortzone passieren. Aber was ist, wenn man seine Komfortzone gar nicht mehr kennt? Diese Gefahr droht allen, die hohe Ansprüche an sich haben.

    Mein Kopf hatte also entschieden, mein Herz klagte ein bisschen, aber vor allem meckerte meine innere Oberlehrerin: „Na toll, seit wann geben wir Ziele so schnell auf?“ Als ich diesen Satz bewusst hörte, von mir selber an mich selber, hatte ich eine Antwort für diese innere Stimme: „Du hast mir mein Leben lang super geholfen, wirst es auch weiter tun. Aber jetzt halt einfach mal die Klappe.“

    Und dieser Schritt war eine Erleichterung. Es war eine Erleichterung, dass auch viele Yogis und Supersportler, deren Wahnsinns-Bilder ich jeden Tag auf Facebook und Instagram sehe, harte Tage, manchmal Wochen haben. Schlapp sind, unmotiviert sind. Einfach müde.

    Das war eine große Erleichterung. Ich habe diese Offenheit als großes Geschenk empfunden. Diese Ehrlichkeit kann man sich ja heutzutage kaum noch leisten, ohne schon halb als Schlaffi zu gelten, oder?

    Dabei wäre doch noch nicht mal am Scheitern etwas wirklich Schlimmes dran. Ich meine, ich schade damit ja niemandem, ich bin nicht krank oder irgendetwas wirklich Ernstes. Es war eine Erkenntnis darüber, wie sehr wir uns selber unter Druck setzen.

    Dabei habe ich – im Rückblick betrachtet – in Phasen des Scheiterns oder des Fast-Scheiterns am meisten gelernt. Das hat mich immer dazu bewegt, etwas anzuschauen, etwas zu ändern, an mir zu arbeiten. Und wenn das hieß, mich selbst einfach mal in Ruhe zu lassen.

    Natürlich hat Yoga geholfen, einen neuen Weg und Zugang zu meinem Training zu finden: sthiram sukham asanam heißt es in Patanjalis Yogasutras, einem der Haupttexte der Yogaphilosophie. Die Haltung sollte stabil und leicht zugleich sein. Das ist jedes Mal auf der Matte eine Herausforderung, abseits der Matte umso mehr. Aber so fand ich wieder zu meinem Training zurück – mit Freude, nicht aus Pflichtgefühl.

     

    Spass_am_Training

    .

    Ich ging laufen ohne App, sondern einfach, um draußen zu sein, die Bewegung zu genießen, zu schwitzen. Wie lange, wie weit, wie schnell? Erstmal egal. Ich ging schwimmen, auch wenn ich merkte, der Tag war so lang, ich schaff`s an sich nicht wirklich gut. Ja, ich schaffe das verbissene „Ich muss mehr als 1000 Meter schwimmen“ nicht. Aber ich schaffe genussvolle 600 Meter. Ich war schwimmen – und hab nicht aus Furcht, einem hartgekochten Leistungsanspruch, den ich nicht erfüllen konnte, nicht zu genügen, letztlich gar nichts gemacht. Oder mich erschöpft.

    Jetzt freue ich mich wieder auf mein Ziel: Diese Atmosphäre mal zu schnuppern mit all diesen irren Triathleten. Und das danach weiterzumachen, mir Zeit zu geben, mich aufzubauen.

    Jetzt freue ich mich wieder auf mein Training, genieße es – und schaue ab und an folgenden Clip an, der einfach entzückend und toll und motivierend ist:

    http://www.thisgirlcan.co.uk

    Schaut das Video, lächelt – und schwitzt wie ein Schwein

    Liebste Grüße,

    Eure Isabel

    and was tagged with Motivation, Yoga, Balance, Just Run, Triathlon

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