BeeAthletica

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11. September 2017

Die Verbindung von Yoga und Ausdauersport

Ich freue mich sehr über diesen Gastartikel von Susanne, denn sie ist nicht nur eine treue und liebe Kundin, sondern uns verbindet vor allem die gemeinsame Liebe zu Ironman und Yoga und ich bin mehr als dankbar, dass sie hier ihre ganz persönlichen Erlebnisse aus dieser Verbindung teilt. Ich glaube jeder, der den Leistungsdruck aus Wettkämpfen und das damit verbundene Selbstwertgefühl kennt, wird sich hier 'erkennen'.

Hallo, ich bin Susanne, „Gurupriya“ ist mein spiritueller Name, und ich möchte meine persönlichen Erlebnisse und mein „Ergebnis“, welches ich aus einer Verbindung Yoga und Ausdauersport ableite, den „Gewinn“, gerne mit euch teilen.

Als Leistungs-/Ausdauersportlerin (22x Marathon, 63km Ultralauf, Triathlon mit Ironmanfinish in Roth, Duathlon-Langdistanz-Weltmeisterschaft in Zofingen) kenne ich die „Vata-Dosha-Anteile“, die sich in Form von Leistungsdruck und in Kämpfen äußern können, nur zu gut.

Ich liebe Ausdauersport immer noch – jedoch haben sich Veränderungen ergeben ...

Durch eine Fuß-OP und dem damit verbundenen Ende von Wettkämpfen, von dem Rennen gegen die Zeit, gegen mich und andere, entstand allmählich ein Umdenken, ein Verändern meiner „Bewegungsschwerpunkte“ - auch eine Art Seelenhygiene, denn die Erfolge (sprich: Pokale, Zeitungsartikel), über die ich mein Selbstwert bis dato definiert habe, blieben aus und somit tat sich erstmal ein tiefes Loch für mich auf. Wer war ich überhaupt: die Sammlung meiner Medaillen, das Lob von Vereinskollegen – oder jetzt doch ein Nichts?

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Dazu machte die Trennung von meinem Mann meine Depression komplett. Ich hatte mich sozusagen verheizt.

Dann kam Yoga in mein Leben - und ich habe es ihm nicht leichtgemacht, war immer noch in meinem „Flucht-Kampf-Mechanismus“, wollte etwas leisten, mich verausgaben, wollte Schmerzen, als Beweis, genug trainiert zu haben und Lob, um mich gut zu fühlen. Aber Yoga gab mich nicht auf – ich widerum gab Yoga viele Chancen – bis der „Samen der Liebe“ zu Yoga, ggf. sogar zu mir wuchs und gedieh. Ich habe Yoga (was ja bereits eine wörtliche Übersetzung der Verbindung an sich, mit Körper, Geist und Seele, eine Verbindung mit der Atmung – oder einer „höheren Instanz“ bedeutet) entdeckt – eine wunderbare, sich ergänzende, Verbindung zum Ausdauersport.

Durch Yoga bin ich allmählich aus meinem Loch herausgekrabbelt und habe festgestellt, daß sich Yoga und Ausdauersport wunderbar ergänzen. Die Dehnungen, Kräftigungsübungen für div. Körperregionen, die Geistesberuhigung durch Meditation und Pranayama (Erhöhung der Lungenkapazität) haben bedeutend positiven Einfluß – gerade auch auf den Ausdauersport.

Das erlernte korrekte Aligenment, dem Ausrichten der Gelenke im Ashtanga, kann man sehr gut im Ausdauersport einsetzen und sich bei den Herausforderungen des Alltags zunutze machen. Durch Yoga habe ich auch gelernt, mich immer mal wieder zurückzuziehen, zu reflektieren, mir kleine Oasen zu schaffen, loszulassen und dann ggf. verändert, die Verbindung zum Ausdauersport wieder aufzunehmen.

Ich lebe und unterrichte mittlerweile hauptberuflich diese Verbindung in meiner eigenen Yogaschule und gebe die Erfahrungen (z.B. Workshops mit Lauf-/Walkeinheiten und nachträglichem YinYoga zum Dehnen der verkürzten Muskulatur, oder dem korrekten Ausrichten der Gelenke im Ashtanga) an meine Schüler und Patienten weiter.

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Ich bin dafür sehr dankbar und glücklich darüber und pflege auch eine weitere Verbindung: die zu meiner Lehrerin und auch zu Indien, um mich weiterzuentwickeln und mein Potential zu vertiefen.

Ich denke oft an Buddha, der Phasen der Völlerei, jedoch auch Zeiten bestehend aus Tapas (der völligen Askese bis hin zum Ausgemergeltsein) praktiziert hat, um sich, das Glück, zu finden.

Vielleicht ist seine Philosophie dahingehend zu interpretieren, daß es außer der beiden Extreme Ausdauersport und Yoga, auch eine Verbindung geben kann: ein gesundes Miteinander, eine Ergänzung.

Eine gegenseitige Bereicherung, ein Wechselspiel der Gegensatzpaare sozusagen, denen wir achtsam begegnen und den „Nutzen“, die positiven Wirkungen, wahrnehmen und verschmelzen können.

Mich inspiriert bei meiner Praxis u.a. Bees Angebot, und auch da nehme ich eine Verbindung war: Style und Lässigkeit, die mir Freude bereitet.

Mein Anliegen in diesem Gastartikel ist es, daß wir achtsam mit uns umgehen, zwischendurch innehalten, spüren, wie es uns geht und entweder durch Bewegung im Ausdauerbereich – aber auch innehalten, Ruhe, Yoga.

Dann hat man wohl die perfekte Verbindung: mit sich, mit anderen, man ist verbunden und im Einklang mit Körper, Geist und Seele.

NAMASTE und lieben Dank für eure Aufmerksamkeit,

Susanne von Gurupriya Yogalife

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www.gurupriya-yogalife.de

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