Berit

Berit

Berit – Sportpsychologin und ehemalige Volleyball-Nationalspielerin

Der Sport hat schon immer mein Leben bestimmt, früher aus der Perspektive der Athletin. Ich habe versucht an meine Grenzen zu kommen, meine Emotionen zu kontrollieren bevor sie mich kontrollieren und gefightet für Medaillen und Pokale. Und heute, wo ich die Seite gewechselt habe, helfe ich jungen Sportlern mit genau diesen Erfahrungen, eine erfüllende Aufgabe.

Sooft habe ich erlebt wie das Team mit dem besseren Mindset gewinnt. Die Mannschaft, die es schafft völlig in dem Moment aufzugehen, sich hinzugeben und völlig im Fluss zu sein. Das lässt sich gar nicht in Worte fassen, aber jeder der es einmal erlebt hat, weiß wovon ich spreche, Körper, Geist und Seele schwingen im gleichen Rhythmus - herrlich.

Und an dieser Stelle kommt auch Yoga für mich ins Spiel. An einem dunklen Punkt meiner aktiven Karriere, als ich dachte, dass dieser ständige Druck zu performen, das viele Training, die Ansprüche, denen ich gerecht werden muss, nichts für mich sind. Genau in diesem Moment habe ich Yoga entdeckt - oder umgekehrt, wie man's nimmt.

Anfangs habe ich mich mit YouTube durch die Asanas geatmet, dann habe ich die Artenvielfalt von Yoga entdeckt, von Aerial über Bikram, Anusara, Vinyasa und Jivamukti. Mittlerweile bin ich ausgebildete Vinyasa Yoga Lehrerin und möchte keinen Tag mehr ohne meine morgendliche Meditation sein. Es komplettiert mich und ist ein treuer Begleiter auf meinem Weg zu meinem besten Selbst geworden.

BeeAthletik-Botschafterin bin ich, weil es eine tolle Plattform ist, die das Beste der Marken vereint und nicht zuletzt: weil ich Leggings liebe. Ich bin unheimlich stolz Teil dieser Gruppe von tollen, einzigartigen Menschen zu sein, die den Online-Shop so besonders machen.

Wenn du mehr über mich wissen möchtest, kannst du gerne meinen wöchentlichen Newsletter auf meiner Website www.beritkauffeldt.de abonnieren oder mir auf Instagram folgen.

Herzensgruß von Berit

Berit

19. Januar 2021

Was zur Hölle ist normales Essverhalten?

Zu dieser Zeit des Jahres, wenn die guten Vorsätze noch halten, wenn Weihnachten vorbei, aber am Körper irgendwie immer noch da ist, hinterfragen wohl viele Menschen ihre Fitness, ihre Gewohnheiten und ihren Körper – schnell sind neue Lebens- und Essensregeln gefunden und Apps heruntergeladen.

Doch weißt du, was mich dabei zutiefst beunruhigt? Jede Regel, die dein Kopf aufgestellt hat, jeder Tipp aus dem Internet oder deiner besten Freundin, jeder Kalorienzähler am Handgelenk entfernt dich ein wenig mehr von dem echten Gefühl in dir. Und mit dem Kampf gegen deinen Körper, startest du gleichzeitig den Kampf gegen dein Zuhause, dein Gefährt, dein Partner hier auf Erden.

Zurück zu der Frage, was denn nun normales Essverhalten ist. Im Optimalfall ist normales Essen, dass du deine körperlichen Bedürfnisse befriedigst und dich danach körperlich UND psychisch pudelwohl fühlst, quasi Sättigung mit Genuss. Doch wie soll das funktionieren, wenn wir das Fühlen verlernen?

Bei jeder Form von gestörtem Essen treten die körperlichen Bedürfnisse in den Hintergrund und wir versuchen mit dem Essen emotionale, soziale Bedürfnisse zu befriedigen – Achtung – dicker, fetter Irrtum. Du kannst im Außen nichts finden, was dir im Innen verloren gegangen ist. Und auch das Betäuben von Angst, Unsicherheit und Frust funktioniert nur ganz kurzfristig und kommt doppelt heftig zurück.

Der erste Schritt ist also immer den physischen von dem psychischen Hunger unterscheiden zu lernen? Ist da gerade emotionale Leere oder Leere im Magen? Ist es der Wunsch nach Zuneigung oder wirklich Appetit auf Schokolade? Essen kann deine emotionalen Probleme niemals lösen.

Und DANACH denke gerne über die fünf Stufen von Hunger nach:

1- Leeregefühl im Magen

2 - Magengrummeln

3 - Unterzuckerung (Energieverlust, Müdigkeit, Konzentrationsproblem…)

4 - Hunger übergangen, du fühlst also nichts mehr und wenn du jetzt etwas isst, kippt es in den

5 - Heißhunger, schnell viel Essen

Was glaubst du, wann der beste Zeitpunkt ist, etwas zu essen? Ja, genau, in Stufe 1 oder 2. Alles andere wird zu einem Kreislauf aus extrem hungrig und überessen, aus Kontrolle und Kontrollverlust sein. Also mach dich auf den Weg zu einer Exkursion deiner Körperempfindungen, wie ein Forscher für deinen Körper und finde heraus, wann dieser Moment gekommen ist. Und was du dann Essen sollst? Dein Kopf hat sicher viele sehr sinnvoll Ideen. Doch lausche stattdessen mal nach innen. Ist es etwas Warmes oder Kaltes? Welche Konsistenz darf es haben? Welche Geschmacksrichtung?

Und wenn du jetzt glaubst, du würdest nur noch Schokolade und Eiscreme essen – weit gefehlt. Vielleicht haben deine emotionalen Bedürfnisse diese Idee oder deine Missgunst gegenüber deinem Körper, aber das echte Lauschen nach Innen geht weit darüber hinaus. Du fühlst sozusagen dahinter. Im tiefen Vertrauen zu der unendlichen Weisheit deines Körpers.

Dann ist da natürlich noch die Frage, wann der Moment ist, aufzuhören zu Essen. Du wirst ahnen, was ich dazu sage: die Antwort liegt innen. Auch das Sattgefühl hat drei Stufen:

1 - Der Magen ist angenehm gefüllt.

2 - Der Magen ist übervoll und drückt.

3 - Der Magen ist unangenehm überfüllt, Übelkeit, Aufstoßen, Sodbrennen und Bauchschmerzen.

Stufe eins ist offensichtlich ein hervorragender Moment, um die Gabel abzulegen. Achtsam und bewusst zu essen unterstützt den gesamten Prozess enorm.

Hört sich logisch an, oder? Ist es wirklich so simpel? Ja, ist es. Ist es einfach umzusetzen? Nein, überhaupt nicht. ABER es ist glasklar der Weg zurück zu einer tiefen, ehrlichen und bedingungslosen Partnerschaft zu deinem Körper.

Wenn du dich in diesem Artikel wiedergefunden hast und dir weitere Unterstützung zum Thema Essverhalten und Körperbild wünscht, bin ich gerne für dich da. Buche dein freies Gespräch mit mir unter www.beritkauffeldt.com/book.

Mit Liebe und Respekt.

Berit

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