Berit

Berit

Berit – Sportpsychologin und ehemalige Volleyball-Nationalspielerin

Der Sport hat schon immer mein Leben bestimmt, früher aus der Perspektive der Athletin. Ich habe versucht an meine Grenzen zu kommen, meine Emotionen zu kontrollieren bevor sie mich kontrollieren und gefightet für Medaillen und Pokale. Und heute, wo ich die Seite gewechselt habe, helfe ich jungen Sportlern mit genau diesen Erfahrungen, eine erfüllende Aufgabe.

Sooft habe ich erlebt wie das Team mit dem besseren Mindset gewinnt. Die Mannschaft, die es schafft völlig in dem Moment aufzugehen, sich hinzugeben und völlig im Fluss zu sein. Das lässt sich gar nicht in Worte fassen, aber jeder der es einmal erlebt hat, weiß wovon ich spreche, Körper, Geist und Seele schwingen im gleichen Rhythmus - herrlich.

Und an dieser Stelle kommt auch Yoga für mich ins Spiel. An einem dunklen Punkt meiner aktiven Karriere, als ich dachte, dass dieser ständige Druck zu performen, das viele Training, die Ansprüche, denen ich gerecht werden muss, nichts für mich sind. Genau in diesem Moment habe ich Yoga entdeckt - oder umgekehrt, wie man's nimmt.

Anfangs habe ich mich mit YouTube durch die Asanas geatmet, dann habe ich die Artenvielfalt von Yoga entdeckt, von Aerial über Bikram, Anusara, Vinyasa und Jivamukti. Mittlerweile bin ich ausgebildete Vinyasa Yoga Lehrerin und möchte keinen Tag mehr ohne meine morgendliche Meditation sein. Es komplettiert mich und ist ein treuer Begleiter auf meinem Weg zu meinem besten Selbst geworden.

BeeAthletik-Botschafterin bin ich, weil es eine tolle Plattform ist, die das Beste der Marken vereint und nicht zuletzt: weil ich Leggings liebe. Ich bin unheimlich stolz Teil dieser Gruppe von tollen, einzigartigen Menschen zu sein, die den Online-Shop so besonders machen.

Wenn du mehr über mich wissen möchtest, kannst du gerne meinen wöchentlichen Newsletter auf meiner Website www.beritkauffeldt.de abonnieren oder mir auf Instagram folgen.

Herzensgruß von Berit

Berit

04. März 2021

Die Währung von Beziehungen

Das mit diesen Beziehungen ist nicht so einfach. Mit den freundschaftlichen Beziehungen nicht, mit den professionellen Beziehungen auch nicht und hach, erst recht nicht mit romantischen und den Liebesbeziehungen.

Bei den Menschen, die uns am nächsten stehen, die die uns so richtig wichtig sind, hier werden wir einfach mit all‘ den Sachen konfrontiert, die wir so an emotionalem Ballast mit uns rumtragen. Einfach mitten ins Gesicht. Ob aus der Kindheit oder irgendwo auf dem Weg aufgesammelt, von dem der uns gesagt hat, dass wir nicht hübsch genug sind oder von der, die uns betrogen und belogen hat – ganz egal – all das lebt irgendwo in uns weiter – bis wir es uns vorknöpfen, anschauen, eintauchen, zu Ende fühlen, Frieden damit schließen und auflösen können.

 

Vielleicht hast du nie gelernt Liebe zu verschenken, einfach weil es schön ist. Vielleicht ist dir das zu gefährlich, weil du nicht weißt, was du zurückbekommst – oder schlimmer noch, ob du überhaupt etwas zurückbekommst – autsch, das könnte so richtig weh tun. Also, lieber kein Risiko eingehen, lieber sparen, nicht zu viel von deinem Liebeskonto abheben, lieber die Sparbücher nicht antasten und auf Nummer sicher gehen. Und dabei wünscht du dir diese Nähe doch so sehr. Das scheint eine Zwickmühle zu sein, oder? Du hast die Wahl zwischen dem Risiko verletzt zu werden und die Chance auf eine echte, tiefe Beziehung oder schön sicher und vielleicht trotzdem eine Beziehung, aber nie so tief, wie sie sein könnte. Wofür entscheidest du dich? Was ist es dir wert?

Bleiben wir mal bei dem Bild mit Konto und stellen uns vor, dass das Leben ein bisschen ist wie ins Spielcasino gehen. Am liebsten hätten wir es, dass die andere Person uns 20€ von ihrem (Liebes)Konto schenkt, so dass wir uns sicher fühlen können, nichts zu verlieren, weil wir ja nicht wirklich was eingesetzt haben. Aber was ist, wenn wir unsere eigenen 20€ nehmen und die einfach so verlieren, in den ersten 15 Minuten im Casino, Roulette ist ein Glücksspiel, Ende, Aus – dann sind wir wieder an diesem Punkt „Ich gehe da nie wieder hin“, „Das macht kein Spaß“, „Ich will das nicht mehr, diesen verdammten Schmerz“.

Aber weißt du was? Es geht darum, dass das Spiel an sich Spaß macht? Dass du in Gesellschaft bist und das die 20€ allemal wert war. Wie viel ist es dir wert? Das bleibt deine eigene Entscheidung.

Und dann bleibt noch die Frage, was ist denn nun die Währung unserer Beziehungen? Die Antwort lautet: Es sind die echten Gefühle, die wir ausdrücken und dem anderen damit einen Blick in uns hinein schenken. Die Währung ist die Echtheit, mit der du bei der anderen Person sein kannst. Deine Gefühle sind deine Währung, das Risiko. Du gehst also ins Casino der Beziehungen und hast die Wahl, wie viel du einsetzt. Lass dir nur eins gesagt sein, ohne Einsatz kann niemand gewinnen, niemals. Es gibt nichts geschenkt, einfach so. Kurzzeitig kann es funktionieren, dass du dem anderen auf der Tasche liegst, aber irgendwann verlangt alles nach Ausgleich… und dein Einsatz ist gefragt.

Heb‘ was ab von deinem Konto, los, geh’ das Risiko ein und trau‘ dich! Du kannst viel gewinnen, und auch etwas verlieren – das ist das Spiel von Beziehungen. Wie willst du es spielen?

Mit Licht und Liebe,

deine Berit

Download als PDF