Isabel

Isabel

Ich weiß es noch wie heute: Als ich 16 Jahre alt war, zog ich das Buch „Durch Yoga jugendfrisch“ von Indra Devi aus dem Bücherschrank meiner Mutter – an sich kein Titel, der einen Teenager unbedingt anspricht. Aber die Fotos in dem Buch, auf denen man unter anderem Devis über 80jährige Mutter im Turnanzug (heute Catsuit genannt) die „Kerze“ (heute Schulterstand genannt) machen sieht, berührten mich. Eine natürliche körperliche Kraft (heute Fitness genannt), gepaart mit ausgeglichenen Gesichtszügen, die auf einen ruhigen Geist (heute Mindfulness genannt) blickten mir entgegen. Ich begann, die Übungen morgens am offenen Fenster nachzuturnen – und Yoga hat mich seitdem nicht mehr verlassen. Von muffigen Hinterzimmern vorm Kachelofen während des Studiums bis hin zu den hippen Schwabinger Jivamuktis, der Weg war bisher immer ein spannender und abwechslungsreicher.

Jetzt führe ich ein Yogastudio, my shanti yoga gründete ich 2008 nach meiner ersten Ausbildung bei Lord Vishnus Couch in Köln. Es folgten Advanced Teacher Trainings, therapeutische Teacher Trainings – die „Couchies“ aus Köln blieben meine Lehrer, Richard Hackenberg, Ganesh Mohan, Laughing Lotus und Tsakpo Rinpoche kamen dazu. Ich unterrichte als Company Sports Trainerin bei adidas, natürlich bei my shanti yoga, leite die Teacher Trainings und Yoga Retreats. Ich bin ein Ausrichtungs- und Anatomie-Nerd – aber die Freude und der Humor dürfen für mich beim Yoga nie zu kurz kommen. Das Leben ist ernst genug.

Wenn ich nicht auf der Matte bin, liebe ich Reisen, Bücher, Fußball und Gin.

Mein Blog hier dreht sich vor allem um die Frage, wie wir es schaffen, unseren ganzheitlichen Weg zu Gesundheit und Glück zu finden. Als Action-Macherin habe ich gut damit zu tun, mehr in die Ruhe und Entspannung zu kommen. Aber warum sitzen Muster eigentlich so tief? Warum fällt echte Veränderung so schwer? Und was zeichnet eine Power-Frau eigentlich aus?

Ich freue mich, wenn Du mich auf meinem Blog ein Stück des Wegs begleiten magst – denn über eines sind wir uns anscheinend einige: Life is better with cool leggings!

Isabel

24. Januar 2019

C'est la vie...

Also manchmal – da könnte auch die ernsthafteste Yogini echt an die Decke gehen. Es ist ja nicht so, dass Asana Praxis die Doofen aus der Welt schafft. Oder Atmen die Steuererklärung macht. Oder Meditation den Stau auflöst. Da sitze ich manchmal um 7 Uhr morgens völlig im Reinen mit mir da, genieß die Morgenpraxis und denke: „Wie schön, dass ein neuer Tag beginnt.“ Und um 9.30 Uhr habe ich Puls….weil weil weil.

Nun ja, der Yoga sagt es uns immer wieder klar: Das Üben löst Deine Probleme nicht. Aber es ändert Deine Sicht auf sie. Und das stimmt. Den wenn ich merke: Der Puls geht hoch, der Geist macht Quatsch und erzählt mir, wie viel das wieder alles ist – dann helfen tatsächlich ein paar tiefe Atemzüge. Dann hilft es, wenn ich morgens die Erde unter meinen Füßen bewusst gespürt habe. Es ist dann wirklich nur ein kleiner Moment, der aber nicht zur Spirale wird.

Aber jede(r) Yogalehrer(in) weiß, dass die Spirale manchmal eben doch zuschlägt und einen gefühlsmäßig verschlingt. Dann ist eine Auszeit angesagt, um sich mal richtig rauszuziehen aus den Anforderungen und To-Do-Listen. Yoga-Retreats sind dafür super. Aber auch das geht einfach manchmal nicht: Kostet zu viel, kann grad wegen der Arbeit und/oder Kinder nicht. Rückzug geht allerdings auch zu Hause. Und das ist eine wertvolle Lektion für alle eventuell vorhandenen Familienmitglieder, beziehungsweise Freunde, die Dir am Wochenende auch noch ihre Probleme am Telefon aufladen: Du bist da, aber eben nicht den ganzen Tag. Weil Du Dein Retreat zu Hause machst und Dir bewusst Zeit für Dich nimmst.

Vielleicht kennst Du das schon, weil Du eine Fasten- oder Saftkur gemacht hast. Da wird eben mal nicht in die Stadt und zum Supermarkt gerannt – und das Smartphone bleibt aus. Wenn Du sehr geübt bist im Yoga, kannst Du Dir ein eigenes Programm basteln.

Ich habe einen Vorschlag für Dich: Buche Dich bei unserem C`est la vie-Online-Yoga-Retreat ein. Du kannst Dir mit Videos, Audios und pdfs ein tolles Wochenende von Freitag Abend bis Sonntag Abend machen: Kräftige und ruhige Praxis, Meditation und Visualisation, lecker Rezepte und Beauty made by you. Beate Tschirch von yogalover in Wiesbaden und ich haben ein super Programm für Dich zusammengestellt. Natürlich kannst Du die Inhalte auch völlig anders nutzen – oder immer wieder als Erinnerung in Deinen Alltag bauen.
Für absolute Abfänger ist es nicht geeignet, aber wenn Du schon etwas Yogaerfahrung hast: Dann los! Auf in Dein Wochenende!

Das Leben ist, wie es ist. Aber wenn wir uns bewusst daran erinnern, dann ist es auch richtig schön!

Liebe Grüße,

Deine Isabel

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