Maren

Seit sie denken kann liebt Maren es, sich zu bewegen: Tanzen und Sport gehörten einfach immer schon zu Ihrem Leben wie die Luft zum atmen. Seitdem sie vor mehr als 15 Jahren das erste Mal mit Yoga in Berührung gekommen ist, ist bei ihr eine große Leidenschaft entfacht, die sie seit 2007 auch als Yogalehrerin weitergibt.  

Neben Ihrer mal fordernden, mal sanften Yogapraxis liebt sie es, sich auf Ihr Rennrad zu schwingen und den Kopf frei zu kriegen. Sie probiert immer wieder gern neue Bewegungsarten aus. Außerdem reist sie regelmäßig in der Welt umher, gibt Yogaretreats in der Wüste und an anderen besonderen Orten. Hier im Blog lässt sie uns an Ihren Erfahrungen und Reisen teilhaben.

„BeeAthletica überrascht mich immer wieder aufs Neue mit tollen, neuen Yogalabels. Mein Yogakleiderschrank wächst mit Lieblingsteilen, seitdem ich die herzliche Bee und diesen Shop kennengelernt habe. Die hochwertigen, super bequemen und einzigartigen Klamotten begeistern mich bei jedem Tragen. Es ist mir eine große Freude als Botschafterin an Board zu sein.“ 

Mehr Informationen über Maren findest du hier: marenbrand.de

 

Maren

14. Januar 2019

Stille

Stille bedeutet für mich, ich nehme meinen Platz in diesem Moment ein.
Stille ist mein Gelübde an mich selbst. Wenn ich hier bin, bin ich hier und nur hier. Stabil inmitten aller Turbulenzen. Kein Mögen oder Nicht-Mögen, kein Gefangen-Sein zwischen Vergangenheit und Zukunft, kein Sklave des Geistes. Jenseits der Zweifel. Keine Zweiheit mehr. Stattdessen ein Bad in dem Gewässer, das mich nährt: Im Ozean von EINS.

Meine Praxis ist meine Medizin.”


Das erste Mal bin ich in die Stille gegangen als ich 21 Jahre jung war. Der tiefe Wunsch nach innerem Frieden hat mich damals in ein thailändisches Kloster geführt (nicht wirklich wissend, worauf ich mich da einlasse). Dort habe ich tatsächlich ganze 21 Tage geschwiegen und die Kraft der Meditation gelernt. Die Zeit der Stille war sehr transformierend und wegweisend für mich. In dem Kloster haben wir schließlich 14 Stunden am Tag meditiert, das war wirklich unglaublich.

Seitdem habe ich immer wieder die unterschiedlichsten Vipassana, Stille-und Schweige-Retreats besucht. Jede Erfahrung war anders. Es ist schwer in Worte zu fassen, was passiert, wenn wir in die Stille gehen. Für jeden ist es eine andere Erfahrung. Da ich so oft nach meiner Erfahrung gefragt wurde, habe ich mich entschlossen, ein paar Gedanken dazu aufzuschreiben.

Wenn wir in die Stille gehen, sind wir eingeladen alle äußeren Anforderungen hinter uns zu lassen und zu unserer eigenen Natur zurückzufinden. Wir lernen, unseren Geist zu beobachten und zur Ruhe zu bringen. Weniger zu bewerten. Raum zu schaffen, zwischen den Gedanken. Weniger in der Zukunft oder Vergangenheit zu verweilen, sondern den jetzigen Moment zu sehen, so, wie er ist. Wir lernen uns selbst besser kennen. Wir lauschen der Stimme des Seins und der Stimme des Lebens.


Die Zeit in Stille empfinde ich persönlich als sehr heilsam. Kein Small-Talk, keine Ablenkung, kein In-Put von Außen. Dafür ein Eintauchen in den inneren Raum. Ein Bewusstwerden des eigenen Seins. Wir leben in einer Zeit, wo wir ständig in Aktion sind und so viel tun. Wir haben verlernt einfach nur zu sein. Stille bringt dich zurück nach Hause, zu deinem Sein. 

Das Stille-Retreat, das ich jetzt gemacht habe, um das neue Jahr Willkommen zu heißen, war wesentlich entspannter als die Zeit im thailändischen Kloster. Neben den Meditations-Sessions stand sowohl Yoga, als auch "Conscious Dance" auf dem Programm. Eine gute Mischung für Körper, Geist und Seele. Es gab dabei auch viel freie Zeit, um in den Himmel oder auf den See zu blicken, in die Berge zu gehen oder im SPA zu relaxen. Auch mit diesem lockereren Programm ging die Zeit tief und hat mich sehr berührt. Oftmals klingt es so ernst, wenn wir über Stille und Meditation sprechen, aber wir können auch ganz spielerisch damit umgehen. Aus diesem Retreat habe ich mitgenommen, die Stille nicht zu ernst zu nehmen. Meine Gedanken nicht zu ernst zu nehmen. Mich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Wir sind nicht unsere Gedanken. Wir sind so viel mehr.

In der Stille können wir uns mit der Unendlichkeit verbinden.Wenn wir dann zurückkommen aus dem Retreat, nehmen wir in uns die Stille mit.
Sie begleitet uns im Alltag und wir können immer wieder zu ihr zurück kommen.

Ich würde mir wünschen, dass es in der Schule das Fach “Stille/Meditation/Achtsamkeit” gibt. Denn wir können so viel Wesentliches in dieser Zeit lernen. Ich würde mir wünschen, dass jeder es einmal ausprobiert, was die Stille mit einem macht. Der Welt würde ein bißchen weniger Lärm gut tun.

Wir sehen das Leben und die Welt durch andere Augen, wenn wir aus der Stille zurückkommen!

Wenn du merkst, dass dich die Stille ruft, dann folge diesem Ruf! Wenn ich dir mit meinen Zeilen Mut gemacht habe, den Weg in die Stille selbst einmal auszuprobieren, dann freut mich das sehr. Schau dich um - es gibt so viele schöne Orte, um in die Stille zu gehen. Du wirst den richtigen Ort für dich finden. Und du wirst dran bleiben. Nach dem Retreat ist der Wunsch groß, die Stille zu kultivieren und meine Erfahrung ist, dass es ganz leicht fällt…

Herzliche Grüße,
Maren 

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