Sarah

Botschafterinnen Sarah

Ich bin Sarah Ananda, Yogini aus Berlin.

Schon als Kind hatte ich großes Glück Yoga in einer Yogapraxis in Berlin Spandau zu lernen. Bereits zu diesem Zeitpunkt spürte ich, wie Yoga mir half mich zu konzentrieren, ausgeglichener zu sein und zur Ruhe und Stille zu finden. Dies half mir über meine ganze Jugend hinweg und später insbesondere in meinem Studium in Wirtschaftsingenieurwesen. Die Philosophie des Yoga begleitet mich schon mein ganzes Leben. Meine Mutter ist ebenfalls Yogalehrerin und unser Austausch ist eine stetige Inspiration. Yoga ist da. Mal mehr und mal weniger, doch war und ist immer da. Insbesondere die Meditation und der Satsang sind Bereiche, die mich erfüllen und mein Herz öffnen. Im März 2016 schloss ich offiziell meine Ausbildung zur Hatha Yogalehrerin bei Yoga Vidya in der Tradition von Swami Sivananda ab, wobei ich mich als stetige Schülerin sehe.

Für mich ist Stille mindestens genauso wichtig wie Bewegung. Yoga heißt für mich nicht besonders flexibel oder muskulös zu sein. Manchmal heißt Yoga für mich auch einfach nur sitzen und atmen, oder achtsam zu sein. Achtsam mit mir und auch achtsam mit meiner Umgebung. Dabei bin ich keinesfalls dogmatisch. Manchmal habe auch ich Phasen, wo der Alltag mich gefangen hat und ich das Gefühl habe, völlig aus meiner inneren Mitte geraten zu sein. Ich denke, das ist ganz normal.  Aber ich glaube, dass wenn du Yoga immer wieder praktizierst (und dabei meine ich jegliche Form von Yoga: Bhakti Yoga, Karma Yoga, Hatha Yoga und und und) kommt vieles ganz von selbst und du findest immer wieder zurück zu dir. Wie ein dir bekannter Weg.

Ich möchte das bereits erlangte Wissen, die Philosophie und die Erfahrung des Yoga weitergeben, so wie es mir damals in der Yogapraxis vermittelt wurde. Für mehr Liebe und Achtsamkeit in dieser Welt. Gerade starte ich mit YouTube ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Namasté & Mögen alle Lebewesen Glück und Harmonie erfahren.

Wer mehr über mich und meine Yoga+Welt erfahren möchte, kann mir hier gerne folgen: https://www.instagram.com/sarah__ananda/ 

Ich freue mich auf DICH. 

Deine Sarah Ananda

Sarah

01. Mai 2018

Wann wird Selbstliebe zu ich, ich, ich?

Der Text liegt jetzt ehrlich gesagt schon seit einigen Tagen, wenn nicht sogar Wochen, unfertig auf meinem virtuellen Desktop. Eigentlich fällt es mir meist sehr leicht über gewisse Themen zu schreiben, weil sie das Resultat einer Intuition sind. Ein intuitiver Gedanke, der sich sofort in einen kurzen Text manifestiert und von mir bereits in meiner App „Notizen“ auf meinem Telefon in der U-Bahn geschrieben wird.

Mit diesem Text verhält es sich ganz anders. Ich weiß, dass ich mit diesen Gedanken wahrscheinlich erst einmal anecken werde. Ich bin mir selbst noch nicht im Klaren

wie ich genau zu dem Thema stehe. Im Prinzip passiert das Anecken bereits in meinem Kopf. Nichtsdestotrotz denke ich, es ist einen Gedankenanstoß wert:
Ich bewege mich schon seit längerem in einer Gemeinschaft oder Community, in der viele Texte, Affirmationen, Zitate und Gedanken zum Thema Selbstliebe geteilt werden. Egal ob Zeitschriftencover, Bücher, Instagrampost oder Blogeinträge.

Selbstliebe ist omnipräsent.

Dieses Thema geht sogar über mein normales „Yogaumfeld“ hinaus. Auch Freunde und Familie sprechen über die Liebe zu sich selbst und damit einhergehend oft die Wichtigkeit der eigenen Themen. Personen, die primär gar nicht mit dem Thema Yoga in Kontakt stehen, sprechen über Selbstliebe, posten fleißig you got to love yourself. Liebe dich selbst ist ein fast inflationärer Satz.

Egal ob #selflovechallenge, selflove meditation, 10 steps to more selflove und so weiter und so fort. It’s all about SELFlove.

Doch nun kommt der Knackpunkt. Ich habe das Gefühl oft gehen die Themen über die für mich erkannte und irgendwo definierte Selbstliebe hinaus. Ich lese immer wieder zum Thema Selbstliebe: Lebe deine Träume, verfolge deine Ziele, verwirkliche dich.

Das setzt mich bereits beim Herunterschreiben unter Druck.

Weitergedacht...
Ich lebe seit etwas über einem Jahr in einer sehr glücklichen Beziehung. Ich weiß, ein Jahr ist eine kurze Zeit, aber ich habe Vertrauen in diese Beziehung. Vertrauen, dass ich so in dieser Art und Weise bisher noch nicht gefühlt habe. Ich fühle mich akzeptiert, muss mich nicht verstellen und vertraue. Ich fühle mich geliebt und liebe.
Doch wie soll nun diese omnipräsente „Selbstliebe“ (verwirkliche dich, folge deinen Träumen...) 1:1 mit einer erfolgreichen Beziehung vereinbar sein? Wenn zwei Menschen die Aufmerksamkeit auf sich richten und sich selbst, die eigenen Bedürfnisse konsequent an oberste Stelle setzen? Und weiter, was ist wenn zu dieser Beziehung auch noch ein, zwei oder mehr Kinder gehören? Geht es in einer Beziehung nicht auch um Kompromisse? Sich selbst von Zeit zu Zeit hinten anzustellen, für die Beziehung? Gemeinsam Entscheidungen zu treffen, die den gemeinsamen Weg wappnen? Und sich natürlich trotzdem weiterhin selbst zu akzeptieren, anzunehmen und zu lieben?

Ich habe mich gefragt, wann wird Selbstliebe zu ich, ich, ich?

Steht uns die mittlerweile stark kommunizierte Selbstliebe und die oft einhergehende Priorisierung der eigenen Person vielleicht im Weg glückliche Beziehungen mit unseren Mitmenschen zu führen? Mit unseren Freunden, der Familie, dem Partner?

Ich selbst bin ebenfalls ein großer Verfechter dieser sogenannten Selbstliebe. Für mich ein tiefer Ursprung des Yoga. Akzeptiere dich so wie du bist. Nimm dich an, lehne nicht ab. Lerne dich zu lieben. Deinen Körper, deinen Geist. Versuche nicht so zu sein wie andere oder wie es vielleicht von der Gesellschaft in gewisser weise vorgeschrieben wird. Entdecke wer du wirklich bist. Was sind deine Themen, Gedanken, Bedürfnisse, Talente und Fähigkeiten.

Dieser Prozess der Selbstliebe, den ich immer noch durchlebe, passiert in meinem Inneren. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es im Yoga für mich vor allem um Liebe geht. Liebe natürlich zu mir selbst, aber auch Liebe und Mitgefühl für meine Mitmenschen, für die Natur, Hingabe und Liebe zu all den Lebewesen auf unserer Erde. Bei der Meditation zum Beispiel oder in der intensiven Yogapraxis erfährst du dich als spirituelles Wesen, eins mit dem Universum. Auch eine Art der Selbstliebe. Bereits in dem Moment, in dem du dich hinsetzt, atmest, meditierst oder praktizierst tust du bereits etwas Gutes für dich für deinen Körper und für deinen Geist. Selbstliebe.

Ich finde es ist an der Zeit den Schwerpunkt mehr auf Love und weniger auf Self zu setzen. Ein liebevoller, achtsamer, emphatischer Umgang miteinander ist für mich der Schlüssel für ein friedvolles Leben und vielleicht auch ein Weg diesen Planeten zu einem besseren Ort zu machen und gemeinsam, miteinander zu gestalten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wenn wir uns und anderen mit Liebe begegnen und Vertrauen in das Universum haben, kommt das Gefühl glücklich zu sein, was wir mit unserer Selbstverwirklichung schließlich anstreben, von ganz allein.

PS: Mit großer Wahrscheinlichkeit ist der Text noch nicht zu Ende gedacht.

Namasté.

Sarah Ananda

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