Vera

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Gesundheitsexpertin aus Wien

Vera motiviert Privatpersonen sowie Unternehmen Bewegung, bewusste Ernährung und Entspannung in den Alltag zu integrieren. Ihre Schwerpunkte sind Vorträge & Workshops, Konzeptentwicklungen, Fachartikel, Personal Trainings sowie maßgeschneiderte individuelle Trainingspanung. Sie hat einen Master in Health & Fitness, ist ausgebildete Personal & Functional Trainerin und Hatha, Kundalini & Yin Yogalehrerin. Passend zu ihrer Liebe zu Katzen und Hunden sowie zum Yoga hat sie das Label Love, Pets & Harmony (http://www.beeathletica.com/brands/love-pets-harmony.htmlgegründet. Neben Yoga liebt sie v.a. Laufen, Krafttraining und Muay Thai. 

Mehr von und über Vera unter gesundheitsconsulting.at , auf ihrem Blog http://diegesundheitsexperten.com oder auf ihrer Instagram Seite https://www.instagram.com/veramariamair/ 

Vera

21. November 2017

Ein Plädoyer für Vitamin D3

Nein, ich schreibe diesen Artikel nicht, weil mein Mann, Sport- und Ernährungsmediziner, und ich eine eigene Supplemente Marke führen, die Produkte aus Reinsubstanzen herstellt, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass es uns allen besser gehen würde, hätten wir ausreichend Vitamin D3 in unseren Körpern.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass die Welt ein besserer Ort wäre, weil man sich mit ausreichend Vitamin D3 einfach besser fühlt als mit einem Mangel an dem Sonnenvitamin. Gerade im Winter würde ich am liebsten eine Runde Vitamin D3 in den hiesigen U-Bahnen verteilen, um die Launen zu heben. Aber, und hier kommen wir an einen wichtigen Punkt, Nahrungsergänzung funktioniert dann am besten, wenn man weiß, wovon man genug hat und wovon man mehr braucht, daher empfehle ich vorab eine Blutuntersuchung, um den aktuellen Vitamin D Spiegel im Blut zu bestimmen und auf dieser Basis dann zu supplementieren oder eben auch nicht, je nachdem ob ausreichend Vitamin D3 vorhanden ist.

Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich den letzten Jahren viele Blutergebnisse gesehen habe und niemand „zu viel“ Vitamin D hatte. Selbst meine Mutter, die sehr gut gebräunt und das ganze Jahr über viel in der Sonne ist (ja, man würde es nicht für möglich halten, dass wir aus der gleichen Familie stammen *g* so weiß wie ich dagegen bin) hat einen hohen Wert. Im Gegenteil, ihr Wert war so viel niedriger als erwartet, dass ich ehrlich sagen muss, dass ich seither, egal wieviel jemand im Freien ist und ob er oder sie Sonnencreme verwendet oder nicht, nur dringend raten kann, den Vitamin D Spiegel bei der nächsten Blutabnahme auf jeden Fall einmal mitkontrollieren zu lassen, denn da können einem wirklich die Augen aufgehen.

Andererseits aber kann man damit auch so manches erklären. Denn zu wenig Vitamin D im Körper kann verschiedenste Auswirkungen haben. Schauen wir uns also mal im Detail an, was Vitamin D eigentlich so macht.

Vitamin D Sonnenvitamin

Ein echter Allrounder für unsere Gesundheit

Vitamin D ist ein sehr gut erforschtes, fettlösliches Vitamin und von überaus hoher Wichtigkeit für unsere allgemeine Gesundheit. In Wirklichkeit ist es als solches eigentlich gar kein Vitamin, sondern ein Pro-Hormon, welches mit Hilfe von Cholesterin gebildet wird.

Vitamin D wird dabei v.a. durch die UVB-Strahlen der Sonne gebildet, die auf unsere nackte Haut treffen. Zu kleinen Teilen auch über die Ernährung mit Vitamin D haltigen Lebensmitteln, wobei diese wirklich nur einen kleinen Teil ausmacht und für gewöhnlich alleine nicht ausreichend ist.

Weiß man um die Bedeutsamkeit des Vitamin D Spiegels, ärgert man sich umso mehr, wenn seine Wichtigkeit manchmal leider noch immer hinuntergespielt wird. Dabei wird sogar Babys Vitamin D3 verabreicht, aber nach dem ersten Lebensjahr scheint es dann als nicht mehr so wichtig erachtet zu werden. Als ob wir nicht ein Leben lang gesunde Knochen haben wollten. Und vielmehr noch, denn Vitamin D ist auch für anderes als unseren Knochenstoffwechsel (Stichwort: Wachstum, aber auch Osteoporose) wichtig und steuert viele biochemische Prozesse in unserem Körper wie beispielsweise

♥ unseren Mineralstoffwechsel (Aufnahme und Transport von Calcium, Phosphor und Magnesium)

♥ unseren Energiestoffwechsel

♥ unseren Muskelstoffwechsel

♥ unsere Stimmung (es steuert die Ausschüttung von Serotonin, welches nicht nur für unsere mentale Gesundheit wichtig ist, sondern auch für eine gesunde Verdauung)

♥ es stärkt unser Immunsystem (zB unterstützt es dieses bei der Bildung wichtiger Antioxidantien; auch die Funktion von regulatorischen T-Zellen hängt von Vitamin D ab)

♥ es senkt den Blutdruck

♥ es schützt die Nervenzellen unseres Gehirns

♥ es wirkt positiv auf unser Herz-Kreislauf-System

♥ es unterstützt Heilungsprozesse (es kontrolliert das Zellwachstum)

♥ und es soll vor Krebs, Multipler Sklerose und anderen Erkrankungen schützen

Sonnenschein

Ein Mangel an Vitamin D kann verschiedene Folgen haben und wird mit diversen Autoimmunerkrankungen sowie anderen Krankheiten in Verbindung gebracht.

Auch wenn die Erhebung des Vitamin D Spiegels via Blutuntersuchung leider keine Kassenleistung darstellt und selbst bezahlt werden muss, was um die 20 bis 40 Euro kosten kann, lohnt es sich angesichts der Wichtigkeit dieses Wertes auf jeden Fall, ihn zumindest einmal pro Jahr überprüfen zu lassen. Denn heutzutage haben wir ein echtes Dilemma: Gehen wir in die Sonne, ist das an und für sich ja gut für unsere Vitamin D Produktion, allerdings nur, wenn wir das ohne oder mit nur geringem Sonnenschutz tun. Denn um Vitamin D zu produzieren, braucht es eine intensive Sonneneinstrahlung auf nackter Haut. Denkt man jetzt an seinen jeweiligen Sonnenschutzfaktor, weiß man schnell, dass bei LSF 30 aufwärts nicht mehr viel an Strahlung durchgehen kann. Sprich: Dann ist es auch im Sommer schwer, Vitamin D zu produzieren.

Hier sollte dann in Absprache mit dem Hautarzt abgestimmt werden, wie hoch die Eigenschutzzeit ist und welchen Lichtschutzfaktor man verwenden sollte. Ich mit meinem LSF 50 nehme daher auch im Sommer Supplemente, auch wenn ich teilweise bei weniger starker Sonneneinstrahlung ohne Sonnenschutz unterwegs bin, ist das alleine einfach zu wenig und die Sonne als solche wiederum zu viel. Ansonsten könnte man bei intensiver Sonneneinstrahlung auch Vitamin D speichern, allerdings ist das eben nicht für jeden Hauttyp die beste Lösung und auch in Zeiten von steigenden Hautkrebsraten eine Vorgehensweise, die man individuell und je nach Familienanamnese abwägen sollte.

Interessant ist außerdem die Tatsache, dass dunklere Hauttypen mehr Sonne tanken müssen als Helle, um ausreichend Vitamin D zu bilden. Bei älteren Menschen kann es wiederum sein, dass sie weniger Vitamin D herstellen können, weil die Haut mit den Jahren dünner wird. Auch hier kann es dann trotz viel Sonnenlicht zu einem Mangel kommen.

Meine Empfehlung daher: Lasst euren Status so oder so erheben, dann wisst ihr wo ihr steht. Je nach Labor kann der Wert als ng/ml oder als nmol/l angegeben werden. Ein Mangel ist je nach Grenzwertauslegung unter 30ng/ml der Fall. Ich persönlich sehe die Grenze für mich bei 50ng/ml. Derzeit liege ich bei um die 60 und ich versuche mich weiter langsam nach oben zu arbeiten, um zwischen 70 und 80 anzukommen.

Wie supplementieren?

1. Auf Basis von aktuellen Blutwerten. 2. Bei einem Mangel sowie bei höheren Dosen in Absprache mit einem Arzt, der sich mit Vitamin D Supplementierung auskennt. Wie man dann am besten vorgeht, muss immer im Einzelfall und auch in Anbetracht der Lebensweise (Sonne, Sonnenschutz, Jahreszeit usw.) besprochen werden. Generell liegt die derzeitige Vorgabe für Erwachsene bei langfristiger Einnahme bei maximal 4.000 I.E. (internationale Einheiten) pro Tag, wobei wie geschrieben bei einem Mangel individuell auch wesentlich höher dosiert werden kann.

Ich nehme nahezu jeden Tag Vitamin D3 in Kapselform ein. Bei der Dosierung variiere ich, je nachdem welche Jahreszeit wir haben und je nachdem wieviel ich zu der Zeit in der Sonne bin (und v.a. mit welchem Lichtschutzfaktor). So kann es sein, dass ich an manchen Tagen keine Kapsel, an anderen Tagen dagegen im Herbst oder Winter auch mal 5.000 I.E. (= fünf kleine Kapseln von unseren eigenen Be Active Sunny Side Up Vitamin D3 Kapseln, in Österreich aus Reinsubstanzen hergestellt: https://www.be-active.at/collections/gesundheit/products/vitamin-d3) einnehme. Man kann aber auch mit Vitamin-D3-Tropfen supplementieren, wenn man mit dem Geschmack zurecht kommt. Da Vitamin D3 fettlöslich ist, ist es auf jeden Fall wichtig, es mit Öl, mit einer Fischöl/Nachtkerzenöl/sonstigen Ölkapsel oder einfach zu einem Essen, welches Fett enthält einzunehmen. Ich nehme die Kapseln zum Essen, meist kommt auch eine Fischölkapsel dazu, welche u.a. entzündungshemmend wirkt.

Be Active Sunny Side Up Vitamin D3 Kapseln Reinsubstanzen

Wer in sehr hoher Dosis supplementiert, der sollte darüber hinaus mit seinem Arzt besprechen, ob eine zusätzliche Vitamin K2 Gabe sinnvoll sein kann, da es einige Studien gibt, die das bei sehr hohen Dosen nahelegen.

Ansonsten kann auch die Einnahme eines hochwertigen Magnesiums in manchen Fällen vorteilhaft sein, weil es die Aufnahme von Vitamin D zusätzlich unterstützen kann. Außerdem wichtig zu wissen: Vitamin D3 wird besser resorbiert als Vitamin D2.

Ich weiß, das waren jetzt eine Menge Informationen, aber es liegt mir am Herzen, dass das Thema Vitamin D Versorgung ein bekannteres wird, weil ich es für unsere Gesundheit für wesentlich halte.

Also, falls du nun neugierig geworden bist, wie hoch eigentlich dein Vitamin D Spiegel ist, dann lass ihn bei der nächsten Blutuntersuchung miterheben ;-)

Bleib gesund!
Alles Liebe,
Vera

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