BeeAthletica

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02. Februar 2012

Gastbeitrag #1: Rumpfstabi

Ihr lieben BeeAthleticas ♥,

ich freue mich so sehr, heute den ersten Gastbeitrag auf meinem BeeBlog posten zu können. Es soll der Start einer losen Folge von Beiträgen zu Themen sein, die mir sehr am Herzen liegen, über die ich mich aber nicht getraue zu schreiben, weil es Profis gibt, die sich einfach VIEL besser auskennen. Den Beginn macht André Leisner, der nicht nur über eine Top-Qualifikation im Bereich Fitness und gesundheitliche Prävention verfügt, sondern auch ein ganz herzlicher Mensch ist. VIELEN DANK an ihn!

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Warum die Rumpfmuskulatur für Läufer wichtig ist

Moderates Laufen ist in der Regel gesund und wirkt sich auch positiv auf Verspannungen, die beispielsweise durch Arbeit vor dem Computer entstehen, aus. Allerdings darf man nicht vergessen, dass nur Laufen den Körper einseitig trainiert. Ebenso wie Kraftsportler auch aerobe Übungen machen sollten, um eine Balance zu haben, ist es ebenfalls wichtig für Läufer, die Rumpfmuskulatur zu trainieren. Denn beim Laufen kommen nur bestimmte Muskelgruppen zum Zuge, während Bauch und Rücken vernachlässigt werden.
Insbesondere die Rumpfmuskulatur hat beim Laufen dabei eine besondere Funktion: Nach einschlägigen Untersuchungen wurde herausgefunden, dass 15 bis 20 Prozent der Läufer während oder nach dem Training Probleme mit der Lendenwirbelsäule haben. Der Grund dafür: Diese Personengruppe hatte entweder eine unzureichend entwickelte Rumpfmuskulatur oder es besteht ein Ungleichgewicht, weil die Bauchmuskulatur nicht genügend stark ist. Dies bedeutet, dass die Wirbelsäule keinen ausreichenden muskulären Schutz hat. Das aber wiederum ist notwendig, weil die Wirbelsäule beim Laufen das beschleunigte Körpergewicht auffangen muss und zwar in drei- bis vierfacher Stärke. Beim Laufen wirken Stöße auf die Wirbelsäule ein und die Flüssigkeit der Bandscheiben vermindert sich. Dadurch ist die Stoßdämpfung verringert. Ist die Muskulatur jedoch gut entwickelt, dann werden Bandscheiben und Wirbelsäule geschützt. Man hat herausgefunden, dass Läufer länger vom Federungseffekt profitieren, wenn die Rumpfmuskulatur gut entwickelt ist. Dabei sollten sowohl Rückenmuskulatur als auch der Bauch trainiert werden, damit eine gute Balance vorhanden ist.
Aus diesem Grunde sollten auch Läufer mehrmals in der Woche Kräftigungsübungen machen sowie Stretching in Bezug auf die Rückenmuskulatur, die Hüften und den Bauch. Dabei gilt es, auch die tiefer liegende Muskulatur anzusprechen, die wirbelsäulennah ist, weil diese Muskelgruppe die Wirbelsäule stabilisiert. Nicht vergessen werden darf bei allem, dass eine stabile Wirbelsäule die sportliche Leistung fördert, weil die Haltung beim Laufen stabiler ist. Bei einer ungeraden Haltung, beispielsweise vornübergebeugt, kann es zu Stürzen kommen bzw. die Leistung ist generell geringer. Eine starke Wirbelsäulen- und Bauchmuskulatur optimiert also den sportlichen Effekt.
Indem man etwa dreimal die Woche nach dem Laufen und nach dem Dehnen 20 Minuten lang Kräftigungsübungen durchführt, beugt man Rückenschmerzen vor und optimiert die Leistung. Ideal ist es, wenn Fachleute wie ein Personal Trainer sowohl das Laufen wie auch die anschließenden Übungen begleiten. Dabei lernt man, wie man die Übungen richtig durchführt und wie man richtig läuft. Korrekturen von fachmännischer Seite sorgen dafür, dass es nicht zu Problemen wie Rückenschmerzen kommt. Gleiches gilt, wenn man Bandscheibenprobleme hat. Der Personal Trainer kann vor Beginn des eigentlichen Lauftrainings helfen, die Rumpfmuskulatur mit einem gezielten Training aufzubauen, wobei Bauch- und Rückenmuskulatur einbezogen werden.

by André Leisner von Personal Trainer Kiel

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