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07. Juni 2015

Clemens Frede: Dran bleiben... Geduld und Ausdauer kultivieren.

Clemens Frede ist Berater und Yogi. Seine Erfahrung in der Berufswelt, im Yoga und im Sport ermöglichen ihm, diese Themen bedachtsam zu kombinieren. In seinem Studium der Performance Psychology befasst er sich eingehend mit Motivation, Selbstvertrauen, Attribution, und Achtsamkeit. www.clemensfrede.com

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Inzwischen ist das Jahr halb rum und man kann froh sein, wenn man sich noch an zumindest einen der guten Vorsätze fürs Jahr erinnern kann. Was ist daraus geworden? Im schlimmsten Fall sind alle guten Vorsätze nach drei Wochen schon vergessen gewesen und es hat sich gar nichts geändert. Im besten Fall waren wir diszipliniert und haben die guten Vorsätze schon vollkommen verinnerlicht.

Woran liegt es, dass einige Vorhaben im Sande verlaufen und man einfach nicht dran bleibt? Die Antwort liegt in manchen Fällen näher als man denkt: Vielleicht war es einfach nicht wichtig genug. Und das ist okay. Es gibt Dinge, die muss man nicht unbedingt umsetzen - auch wenn es schön wäre. Man kann nicht alles machen und muss eben Prioritäten setzen.

Es gibt aber auch Ziele, von denen wir wissen, dass sie wichtig sind. Dazu gehört ‚gesund zu leben‘. Leider sind diese Ziele so weit entfernt oder so abstrakt, dass wir sie kaum greifen können. Dazu gehört zum Beispiel auch, den ersten Marathon zu laufen. Das ist schon ein klar definiertes Ziel und trotzdem wissen wir erst, wie es sich anfühlt, wenn wir auf der Strecke sind oder über die Ziellinie laufen. Also: Wie bleibt man im Training auch wenn’s mühsam wird?

Die Stolpersteine:

Die größte Falle, in die wir nur zu gerne hineintappen, ist, dass wir uns sagen ‚Ach, jetzt habe ich es schon so lange durchgehalten, jetzt kann ich auch mal ein Training sausen lassen.’ Und schon dreht sich das Rad wieder rückwärts. Zu einer Ausnahme kommt die nächste… und eh man sich versieht, sitzt man wieder mit Chips auf der Couch. Eine andere, beliebte Falle ist, sich einzureden, dass man‚ ja eh schon super im Training ist.’ Die Beinübung lass ich jetzt mal weg – ich weiß ja, dass ich’s kann. Disziplin gehört zum Training; auch wenn einem Elemente unwichtig erscheinen oder keinen Spaß machen. Der Kopf ist fauler als der Körper.

Lauf um dein Leben.

Genau diese Durststrecken, die Tage an denen man nachlässig wird, die Tage an denen man aussetzen, an denen man hinschmeißen möchte - das sind die Tage auf die man sich gut vorbereiten muss. Denn dann man sagen: ‚Schweinehund, ich hab Dich kommen sehen und ich bin stärker als Du.’ Dann dreht man die Musik auf und läuft um sein Leben. Mach’ Deine Motivation nicht abhängig vom Wetter. Lerne zu unterscheiden, welche Signale der Körper und welche Signale der Kopf sendet. Wenn das Training leicht von der Hand geht, hat der Kopf Pause. Wenn das Training mental anstrengend wird, dann ist der Kopf gefordert. Und er braucht sein Training genauso wie der Körper.

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Dran bleiben.

Die schwierigen Zeiten kommen bestimmt und je besser man auf sie vorbereitet ist und durchsteht, desto gestärkter kommt man aus ihnen heraus.

 

P.S. Im September unterrichtet Clemens ein Achtsamkeit & Yoga Retreat in der Schweiz

Inmitten der Schweizer Berge werden bei dem Retreat verschiedene Techniken vermittelt, den eigenen Fokus zu finden. Wir erforschen den Willen, die Aufmerksamkeit und den Weg zu einem erfüllten Leben. Das Grand Bellevue in Gstaad bietet dafür den perfekten Ort: sein erstklassiger Spa lädt zum genießen ein und im Restaurant wird man mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt.

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Weitere Informationen: http://www.clemensfrede.com/yoga-retreat-awakening-the-self

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