Maren

Maren

19. September 2016

Abgetaucht. Eingetaucht. Wieder aufgetuacht.

Marens Pura-Vida-PachaMamazeit oder „Das andere Leben“!

Irgendwo im Nirgendwo, im Grünen, in der costa-ricanischen Pampa gibt es eine Gemeinschaft von Menschen aus der ganzen Welt, die sich zusammen ihren Traum von einem anderen Leben erfüllt haben. Einem Leben jenseits des Konsums und Mainstream. Ein Leben, dass im Einklang mit der Umwelt und Natur ist. Ein Leben, dass sich an spirituellem Wachstum orientiert. Das PachaMama wurde vor 17 Jahren gegründet und ist mittlerweile ein etablierter Ort für Heilung und Transformation mit Stille-Retreats, Body-Cleanse und einem großen Angebot an spirituellen und therapeutischen Workshops, schamanischen Zeremonien etc.

Das Leben in der Gemeinschaft beschäftigt mich als Thema schon länger, so dass ich im Januar aufgebrochen bin um für eine Weile im PachaMama zu sein und zu erleben, wie so eine etablierte Community "funktioniert". Nachdem ich alle Zelte in Deutschland abgebrochen hatte, war ich frei wie ein Vogel....

maren_frei

Was vielleicht das Schönste an meiner Zeit im PachaMama war (wenn man das überhaupt sagen kann), dann ist es, dass es mir unglaublich leicht gefallen ist, im HIER und JETZT zu leben. Ich bin eine große Planerin und liebe es zu organisieren (jeder, der mich näher kennt, wird an dieser Stelle schmunzeln). Natürlich musste ich auch in Costa Rica Dinge planen. Aber das unmittelbare Leben in der Natur, der andere Rhythmus, die Gemeinschaft und das gemeinsame tägliche meditieren haben mich dabei unterstützt, nicht über meine Zukunft nach zu denken und zu planen, was nach meiner Reise kommen wird. Einfach Tag für Tag zu leben. Jeden Tag als Geschenk zu erleben und der Intelligenz des Lebens zu vertrauen.

Sieben Monate später bin ich wieder da. Es hat etwas gedauert, wieder voll und ganz zu landen. Das Ankommen war und ist ein ein Prozess. Ich spüre, wie die PachaMama-Erfahrung noch ganz stark in mir „arbeitet“. Wenn Costa Rica nicht so verdammt weit weg wäre, dann könnte ich mir tatsächlich vorstellen, in dieser Gemeinschaft zu leben. Es ist ein einzigartiger Ort, der kaum in Worte zu fassen ist und ich bin unglaublich dankbar, dass ich meiner inneren Stimme vertraut habe und ihr ins PachaMama gefolgt bin.

pachamama_frame1

Das hört sich jetzt alles nur nach Leichtigkeit und Freiheit an. Und ja, das ist definitiv ein großer Teil meiner Zeit: ich war in den Tropen, im Paradies und an einem unglaublich bereichernden Ort, habe den Sonnenschein und die warmen Temperaturen genossen, sowie die leckeren Mangos und frischen Kokosnüsse, die großzügige Natur um mich herum...

Aber wenn man in so einer Gemeinschaft und in der Ferne lebt, kommen natürlich auch ein paar Herausforderungen auf einen zu (wie z.B. die eigene Komfortzone zu verlassen, kaum Privatsphäre zu haben, ständige Abschiede von Reisefreunden, teilweise extremes Klima and the list goes on....). Es ist jedenfalls nicht immer nur alles leicht, selbst wenn die Fotos oftmals so aussehen. Während meiner Zeit habe ich im Waldorfkindergarten des PachaMama gearbeitet, ein Yogateachertraining assistiert und so meinen Beitrag zum Gemeinschaftsleben beigetragen. Und dann ist da ja auch noch die "innere Arbeit" und die Workshops, die intensive Prozesse angestossen haben, die ich im Alltag schwieriger in dieser Tiefe erleben könnte. Auch das ist nicht immer einfach, aber sehr heilsam und absolut bereichernd.

 

pachamama_frame2

Es gibt so viele verschiedene Aspekte, über die ich hier schreiben könnte, wenn ich auf diese reiche Zeit zurückblicke. Ich picke hier aber mal einen heraus, der mich besonders nachhaltig begleitet und vielleicht auch dich inspiriert. Ein Aspekt, den man gut in seinen Alltag integrieren kann und der die Welt ein kleines bisschen zu einem besseren Ort macht:

Das täglich "Highlight" im Pachamama war für mich persönlich (neben dem Yoga am Morgen natürlich) die Stille Meditation, die dort jeden Abend stattfindet (ja, jeden Abend - auch am Samstag und Sonntag!). In dieser Zeit kommt im PachaMama alles zur Ruhe und jeder, der es einrichten kann, kommt in die Meditationshalle. Die Stille ist der Herzschlag der Gemeinschaft und bringt sie näher zueinander, sie schafft Verbindung. Gleichzeitig ist die Meditationszeit in Stille natürlich auch individuell für jeden einzeln bereichernd. Es wird kein spezifischer Meditationsstil unterrichtet, sondern jeder kann die Stille auf seine eigene Art und Weise genießen. Sie wird auch "taking an inner shower" genannt: dieser Ausdruck gefällt mir sehr gut und ich liebe den Moment, wenn alle zusammenkommen um gemeinsam zu schweigen und einfach nur in Stille zusammen zu sein. Da passiert so viel, es ist wie Magie!

Innerlich duschen, all das wegspülen, was belastet, leer werden, loslassen, präsent werden, dem Atem lauschen, sich mit seiner Essenz und der Gemeinschaft verbinden.

Es ist natürlich viel leichter, sich diese Stillezeit zu nehmen, wenn sie so im Leben integriert ist und sich alle dazu committen wie im PachaMama. Aber egal, wo wir sind, wir können uns überall die Zeit nehmen, "eine Dusche für unsere innere Landschaft zu nehmen", genauso wie wir ja auch täglich unsere Zähne putzen. Warum nicht auch den Geist täglich reinigen? Es macht einen spürbaren Unterschied - für dich selbst und für deine unmittelbare Umwelt.

namaste

Innerlich gestärkt und aufgeräumt, mit einem Herzen voller Dankbarkeit und Liebe bin ich nun wieder zurück in Deutschland. Hier und Jetzt. Ohne genau zu wissen, was als Nächstes kommt. Auch wenn ich das naturverbundene Gemeinschaftsleben im PachaMama vermisse und sich mir gerade viele Fragen stellen, freue ich mich, wieder hier zu sein. Ich freue mich, all das was ich in meiner PachaMamazeit gelernt habe, mit euch zu teilen. Denn, selbst wenn gerade noch vieles für meinen Neuanfang unklar ist, eins ist klarer denn je: ICH WILL MEHR YOGA UNTERRICHTEN!

Im November steht ein "Wohlfühl-Wochenende" in St.Peter-Ording auf dem Plan, organisiert von Yogadelight DELUXE.
Silvester könnt ihr mit mir an einem ganz besonderen Ort verbringen und mit  verschiedenen Ritualen, Tanz, Meditation und Stille das neue Jahr begrüßen: in der Wüste! Die Reise wird organisiert von SAHARA YOGA.
Mehr Informationen zu den Retreats findest du hier: http://lotusflower.de/workshops/

Es bleibt also spannend...

Weitere Fotos von meiner PachaMamaZeit, CostaRicaReise und meinem Neuanfang könnt ihr bei Instagram sehen: https://www.instagram.com/maren_yoga/

maren_puravida

Download als PDF