KatrinS

KatrinS

12. Juni 2015

I love what I do

Oder entdecke dich selbst.

Vor nicht mal ganz 3 Jahren saß ich noch unsportlich (mit meinem bisherigen Höchstgewicht) in einem Café in Wiesbaden. Neben mir quälten sich diverse Menschen auf dem Weg ins Ziel des Ironman 70.3 Wiesbaden. Wie ich dann also da so saß in der Sonne, mit einem zuckerhaltigen Erfrischungsgetränk, sprudelte es aus mir heraus: „Kann ja so schwer gar nicht sein.“
Ich war der festen Überzeugung, dass das mit einem Jahr Training gut machbar ist.

Die Idee war geboren. Katrin wird jetzt Sportlerin! Wäre doch gelacht. Wenn die das können, kann ich das auch.Was folgte, waren zwei harte Jahre, die mich eine Menge gelehrt haben.
Vor allem auf meinen Körper zu hören. Und sie haben Leidenschaft geweckt. Für das was ich tue und für das, was aus mir geworden.

Das hätten viele nicht gedacht, auch für mich ist es manchmal noch schwer zu verstehen.
Ich muss immer noch viel erklären, warum und wieso und weshalb.
Aber es gefällt mir.

Wie heißt es so schön: Zuerst fragen sie dich, warum du das machst.
Später fragen sie dich wie du das machst.
Genau das trifft es.

Mein Wochenpensum beläuft sich in den Spitzenzeiten (so wie gerade) auf 12,5 Stunden.

Montag: 1,5 Stunden Trail
Dienstag: Ruhetag
Mittwoch: 2 Stunden Laufen
Donnerstag: 2 Stunden Rad
Freitag: Ruhe
Samstag: 3 Stunden Trail
Sonntag: 4 Stunden Trail

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Man braucht einen guten Zeitplan, vor allem, wenn man beruflich eingespannt ist. Ich verlasse das Haus um 07:00 Uhr morgens und betrete es um 20:00 abends. Es braucht eine Portion Disziplin, da noch Training unterzubringen. Was es aber viel mehr braucht als Disziplin, ist Leidenschaft. Herzblut. Für das was du tust und für das was du bist.

Die Augen müssen funkeln, das Herz muss brennen, allein schon, wenn man daran denkt.

Meine Augen funkeln und mein Herz brennt.
Auch wenn es bis dahin ein langer Weg war.
Aber ich liebe das Gefühl des Laufens.
Wenn ich meinen Rucksack packe, meine Trinkflaschen fülle.
Wenn es nach draußen geht, über die Wiesen und Wälder.
Die Felder, die Weiden. Die Pferde und Kühe, die dich erstaunt beäugen.
Wenn ich die Waldluft atmen und mich selbst spüren kann und ganz bei mir bin.
Kein Problem und keine Sorge dieser Welt wird mir dieses Gefühl nehmen.
Morgens, wenn die Welt noch schläft und langsam erwacht.
Wenn man die Natur regelrecht beim Wachwerden beobachten kann.
Ich laufe und muss mich mittlerweile nicht mehr darauf konzentrieren.
Ich laufe einfach und kann mich damit befassen, was um mich herum geschieht.
Das wohlige Gefühl, wenn das Training beendet ist.
Die Muskeln brennen, man ist ein wenig froh und gleichzeitig ein wenig traurig, dass es schon vorbei ist.
Vor allem aber sind die Akkus wieder aufgeladen.
Auch wenn der erste Schritt manchmal schwer fällt, aber es lohnt sich immer.
Vielleicht ist es deshalb nicht immer so schwer einen harten Alltag mit Training zu vereinbaren.

 

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Auf dass eure Augen funkeln.

Alles Liebe, Katrin

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