Susann

Susann

22. März 2016

Easy, aber nicht simpel – kraftvoll und im Flow

Lange haben wir am Thema, an der Location und an dem Termin gebastelt, und dann war er endlich da: Der erste Workshop 'mit freundlicher Unterstützung' ;) von beeAthletica: Easiness & Fortitude – Pilates meets Yoga. Unterrichtet von Melanie Hügel und mir.

Doppio I

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An einem grauen Sonntag im März, draußen war es kalt und ungemütlich, bot sich ein Workshop, der Kraft, Dynamik, Fokus und Entspannung zusammenbringt, als spannendes Programm geradezu an. Und wenn dann eine schöne, einladende Location wie das Studio der Monkey Minds im Hamburger Schanzenviertel dazu kommt, stehen rundum beste Rahmenbedingungen für einen feinen Workshop fest. Umso mehr haben Melanie und ich uns gefreut, vor eine motivierte Gruppe zu treten und gemeinsam mit allen Damen und Herren - ja, es waren nicht nur Mädels mit am Start - ein sportliches Programm zu starten, Übungen präzise anzuleiten und Details sauber auszuarbeiten.

Smoothies

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Kraftvoll und trotzdem mit Leichtigkeit an Bewegungen heran zu gehen, das war unser Ansatz für diesen Workshop.

Für eine schöne Pilates-Sequenz heißt das:

  1. Mach aus dem Bauchmuskeltraining keine Schulterübung!

Klar, du arbeitest gezielt aus deiner Bauchmuskulatur, aktivierst deinen Core, aber deine Schultern, die dürfen und sollen entspannt bleiben. Selbst wenn es in eine anstrengende Bauchmuskelserie geht, die du aus der Rückenlage ausführst, bei der du deine Beine langsam bewegst und Kopf/Schultern hebst bis zum Ansatz deiner Schulterblattspitzen, auch dann bleiben deine Schultern im Gelenk.

Pilates Susann Demo II

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Bei Anstrengung und Stress ziehen wir so schnell die Schultern hoch zu den Ohren, wir merken es nicht wirklich. Fordernde Pilates-Übungen, wie ein schöner Lower Lift oder wie die Scissors, sind anstrengend, aber mit dem Fokus auf die Bauchmuskeln gelingt es mehr und mehr, deine Schultern zu lösen, die Schulterblätter am Rücken anliegen zu lassen. So kannst du deine Kraft voll und ganz auf die Muskelgruppen konzentrieren, die wirklich in der Übung gebraucht werden.

Ein Schritt hin zu mehr Easiness.

PIlates Demo Susann

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2. Mehr Oberschenkelinnenseite, weniger Po!

Ja, die Gesäß-Muskeln sind überaus kraftvoll und neigen dazu, viel zu schnell bei Übungen mitarbeiten zu wollen, bei denen sie eigentlich nicht gebraucht werden. Bei vielen Rückenübungen, die du lang gestreckt aus der Bauchlage trainierst, bringst du deine Aufmerksamkeit eher zur Oberschenkelinnenseite, drückst die Fußknöchel und Knie ein wenig gegeneinander und aktivierst die Adduktoren. Stell dir vor, du würdest zwischen den Knien etwas quetschen, wie einen Pilates-Ball, so kommst du mehr zu den Mukskelgruppen, die du für ein ausgewogenes Rückentraining brauchst.

So bist du mehr im Bauchmuskeltraining, aktivierst die Rückenmuskeln und kannst den Tonus der Gesäßmuskeln einen Hauch lockerer lassen.

Der nächste Schritt zu mehr Easiness.

Yoga Revers

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3. Bleib bei dir, auf deiner Matte

Und schließlich: Easiness entsteht immer dann, wenn du im Einklang mit dir selbst bist und dementsprechend die Intensität deines Trainings wählst – nicht nach dem, was dir vielleicht die kleine Stimme, der kleine Affe auf deiner Schulter, ins Ohr flüstert. Deine Tagesform und deine wirkliche Motivation bestimmen darüber, wie du in die Übungen gehst, ob du dynamischer oder ruhiger praktizieren möchtest und ob du eine Übung überhaupt machen möchtest oder eher nicht. Alles kann, nichts muss.

Yoga Melanie Eye

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So schwer es auch manchmal fällt, nicht nach rechts und links zu schauen, was da auf den Matten so gesportelt wird, übe dich darin, auf DEINER Matte zu bleiben. Das ist vielleicht der größte Schritt in Richtung Leichtigkeit. Nicht nur auf der Matte.

Melanie + Susann

P.S. Wir tragen übrigens die neuen Big Cat Leggings von Casall ;).

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