Sarah

Sarah

06. März 2018

Hokus Pokus Asana - Mein Weg zum Kinderyoga

Meinen ersten Yogakurs besuchte ich mit etwa 12 Jahren in einer Yogapraxis in Berlin. Seit diesem Zeitpunkt begleitet mich Yoga mein ganzes Leben.

Auch als jugendliches Mädchen besuchte ich einen Teenager Yogakurs in der gleichen Praxis. Yoga war so ziemlich das Einzige, was mich stetig begeisterte. Ich probierte allerlei Sportarten als Kind und auch als Jugendliche: Fussball, Boxen, Leichtathletik, Segeln, Tanzen und und und… Doch nichts faszinierte mich so wie Yoga. Das heißt nicht, dass ich jede Woche praktizierte. Es gab immer wieder Zeiten, in denen ich über mehrere Wochen und sogar Monate nicht praktizierte. Insbesondere während des Abiturs und schließlich zu Beginn meines Studiums trat Yoga dann in den Hintergrund. Es gab zu viel zu tun, zu viel wichtige Termine, so viel Ablenkung. Doch schließlich kehrte ich wieder zurück und absolvierte sogar meine Ausbildung als Yogalehrerin bei Yoga Vidya in einem Ashram in Bad Meinberg.Mittlerweile habe ich mein Studium in Wirtschaftsingenieurwesen beendet und unterrichte unter anderem Kinderyoga und Yoga für Teenager in genau der Praxis, in der ich damals das erste Mal mit 12 Jahren auf einem Meditationskissen saß.

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Im Nachhinein glaube ich, dass Yoga einen großen Teil zu meiner jetzigen Person beitrug und immer noch beiträgt. Ich bin Schülerin und Lehrerin zugleich.

Durch Yoga habe ich bereits als Kind gelernt, wie ich liebevoll mit mir und meinem Umfeld umgehe. Achtsamkeit, Ruhe und Konzentration waren immer fester Bestandteil des Kurses. Ich glaube, dass Yoga für Kinder immer wichtiger wird. Der Leistungsdruck wird immer höher. Schulstress, Abitur in 12 Jahren, immer mehr Einfluss durch die Medien im Alltag, immer mehr Möglichkeiten, immer mehr Ablenkung. Höher, schneller, weiter.

Ich war ein sehr zielstrebiges, ambitioniertes Kind, was mir in meiner Laufbahn oft auch gesundheitlich nicht gut tat und eher zu einem Hindernis als Fördernis wurde. Ich wollte meine Ziele möglichst schnell und mit Auszeichnung erreichen.

Jetzt würde ich mich als gesund ambitioniert bezeichnen. Ich habe gelernt, mir in den richtigen Momenten Pausen zu nehmen und Prioritäten zu setzen. Die Anerkennung nicht im Außen zu suchen. Und ich habe schließlich erkannt, dass Stille mindestens genauso wichtig ist wie Bewegung.

Yoga hilft den Kindern dabei, eigene Talente zu entdecken und eigene Fähigkeiten zu entfalten. Die Kinder lernen spielerisch zum Beispiel durchs Yoga-Memory die wichtigsten Übungen kennen. Achtsamkeitsübungen und Partnerübungen sind jedoch mindestens genauso wichtig.Kinderyoga und auch Yoga für Teenager schafft in der Entwicklungsphase einen Raum, in dem sich jedes Kind mit sich selbst auseinandersetzen kann und darf. Es ist nicht wichtig, dass Begriffe oder Übungen exakt gelernt werden. Es ist vielmehr die Spürgenauigkeit die dabei entwickelt wird, die ich sogar in meinen Kursen mit Erwachsenen so wichtig finde und versuche weiterzugeben. 

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Spürgenauigkeit im Sinne von: 

Wie geht es mir heute? 

Was fühle ich? 

Tut mir die Übung gut? 

Fühle ich mich wohl dabei? 

Für die Gestaltung des Kinderkurses ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Von Stopptanz, bis Fantasiereisen kann die Unterrichtsstunde kunterbunt gestaltet werden. 

Mein Lieblingsmantra für alle Kinder und Jugendkurse: 

Frieden in meinen Gedanken 

Frieden in meinen Worten 

Frieden in meinem Herzen

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Und schließlich zum Abschluss eine super Buchempfehlung:

Fokus Fokus Asana - Yogaspiele für jeden Monat des Jahres von Petra Proßowsky 

Namasté & Mögen alle Lebewesen Glück und Harmonie erfahren 

Deine Sarah Ananda 

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