Tag: London

  • BeeAthletica

    13 . Dezember 2011

    Notes from London #2

    'Nee, oder....?' war mein erster und einziger Gedanke heute morgen, als mein Blick auf das völlig überfüllte Becken in Fulham Pools traf. Die ungläubige, stille Frage an mich selbst galt aber nicht den wild gestikulierenden unzähligen 'lifeguards in training' auf den Bahnen 4, 5 und 6, sondern der mit unfassbarer Eleganz und Schnelligkeit bewegten weissen Abu Dhabi-Badekappe auf Bahn 3. Gute Schwimmer schüchtern mich ohnehin ein und lassen mir mein eigenes Training erscheinen, als hätte ich zwei Dragshorts übereinander gezogen. Aber diese stromlinienförmige Brillanz im Wasser ließ mich schon fast am Einstieg in das Becken scheitern. Wie gebannt verfolgen meine Augen fasziniert ihre Bahnen, als handele es sich um einen huschenden Tennisball auf dem Center Court in Wimbledon. Zug für Zug bewegen definierte, braun gebrannte Arme mit kraftvoller Ruhe in 14 Zügen Unmengen von Wasser, bevor eine perfekte Rollwende die nächste Bahn einleitet.Ich habe schon einige Profis schwimmen gesehen bei Wettkämpfen, in Trainingscamps und auch im Fernsehen, aber noch nie so nah, so real und in gleicher bescheidener Trainingsmission wie ich frühmorgens in einem 25m Becken. Hätte ich mich nicht daran erinnert, dass Rachel Joyce im Moment bei einer entfernten Triathlonfreundin um die Ecke hier in Fulham zur Untermiete wohnt, hätte ich mein Training wahrscheinlich beendet, bevor ich überhaupt einen Fuß ins Wasser gesetzt hatte. Das Wissen aber, dass da NICHT eine ganz normale 3-fach-Mama-Freizeit-Triathletin mir fast den Kraulatem raubt, sondern die drittschnellste Schwimmerin beim Ironman Hawaii 2011 haben dieses Training heute morgen zu einem Event der ganz besonderen Art für mich gemacht. Dass ich mich trotzdem ins Wasser gewagt und neben ihr brav meine 2km in 50 Minuten abgespult habe, ist unter sportlichen Gesichtspunkten vergleichsweise unspektakulär. Unter mentalen Aspekten ist es fast so schwer gewesen wie eine Langdistanz.

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  • BeeAthletica

    07 . Dezember 2011

    BeeLOVE update

    Nachdem ich seit meinem letzten Blog-Post ganz viele E-Mails mit der Bitte bekommen habe, mich hier doch mal mit meinem 'Straßenrenner' zu zeigen, habe ich mir heute morgen vor dem Trainingslauf ganz mutig Herz und Fotograf gefasst und präsentiere die Ergebnisse gerne, aber eher scheu und daher kommentarlos:-).

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  • BeeAthletica

    09 . November 2011

    Wolkengleich

    Genauso hatte ich mir es vorgestellt. Schon als ich meine Brooks 'Green Silence' am Sonntag zum ersten Mal aus ihrem motivierend bedruckten Öko-Karton genommen habe, konnte ich kaum glauben, wie leicht sie sich in meiner Hand anfühlten. Und heute an meinen Füßen das gleiche Gefühl: Federleicht! 'Die sollen mich aushalten?' ging es mir sofort durch den Kopf, aber da es sich ja sogar um ein Unisex-Modell handelt, sollten sie mich doch eigentlich sicher über Asphalt und Wiese tragen...

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  • BeeAthletica

    05 . November 2011

    Notes from London #1

    'Warum läufst du denn nicht im Hyde Park, wenn du in London bist?' lautet oft die verständnislose Frage (meiner) Lauffreunde, wenn ich von meinen frühmorgendlichen Einheiten durch die Hochglanz-Shoppingmeilen meiner Zweitheimat schwärme. Ich weiss nicht genau, was es ist mit mir und den erwachenden Großstädten, denn schon als Au-Pair Girl in Paris habe ich es geliebt, morgens durch die Straßen zu stromern und den Duft nach Metro und Brioche zu inhalieren, während ich beobachten konnte, wie die Stadt langsam ihre perfekt geschminkten Augen aufschlug. Vielleicht liegt die besondere Faszination für mich darin, dass ich -gefühlt alleine- die fast unglaubwürdige Leere und Stille eines Ortes genießen kann, der Stunden später vor Menschen und Hektik zu platzen droht. Heute morgen standen 70 Minuten GA1 auf meinem Trainingsplan, was meine perfekte Geschwindigkeit ist, um die Laufeinheit mit Window-Shopping zu kombinieren. Es kann lediglich sein, dass mein Puls kurzfristig über das Ziel hinausschießt, weil mein Herz vor Freude über etwas ganz besonders Schönes hüpft, das ich glücklicherweise aber gerade nicht kaufen kann, denn die Läden sind noch geschlossen und ich habe ohnehin kein Geld dabei. Als ich 9,5 km später wieder vor der Haustür stehe, ist es hell und ich beschließe die gleiche Runde nach dem Frühstück nochmal zu Fuß und Bus mit Portemonnaie und Kamera in der Tasche zu machen. Das Rollentraining kann warten:-).

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