Vera

Vera

26. Oktober 2012

It’s all about Functional Training

Functional Training ist derzeit in aller Munde. Aber was verbirgt sich wirklich hinter diesem Begriff? Und warum profitieren nicht nur Profis von dieser Art des Trainings?
Beim Functional Training geht es in erster Linie darum, Muskelgruppen zu stärken und individuelle Schwächen zu beheben, um so in Folge Bewegungsabläufe zu verbessern. D.h. es handelt sich um zweckmäßiges Training, das darauf abzielt, das Leistungsniveau zu steigern. Gleichzeitig dient es als hervorragende Verletzungsprophylaxe, da eine verbesserte Kraft, Schnellkraft, Balance sowie Stabilität dabei helfen, Verletzungen zu vermeiden. Wissenschaftlich basiert es auf der Betrachtung der Muskelfunktionen als kinetische Kettenreaktionen, das bedeutet, dass es nicht um Beugung, Adduktion oder die Frage geht, wie ein Muskel ein Gelenk bewegt, sondern darum, wie alle an einer komplexen Bewegung beteiligten Gelenke und Muskeln zusammenspielen.

Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: wir haben alle schon einmal einen sogenannten „Sitzer“ beim Laufen im Park gesehen. Als „Sitzer“ werden Läufer bezeichnet, die eine verstärkte Hüftbeugung aufweisen und dadurch auch beim Laufen ein bisschen so aussehen als würden sie auf einem Stuhl sitzen. Ein Grund dafür ist neben einer zu schwach ausgeprägten Gesäßmuskulatur eine schlecht ausgebildete Rumpfmuskulatur, die durch eine starke Beugung der Hüfte kompensiert wird, da der Läufer nicht die Kraft hat, den Rumpf stabil und aufrecht zu halten. In Folge werden die Schritte beim Laufen kleiner und die gesamte Bewegung an sich unökonomisch. In einem solchen Fall hilft auf die Problematik abgestimmtes Functional Training den Rumpf zu stärken, was schlussendlich einen ökonomischeren Bewegungsablauf ermöglicht und nicht nur schneller, sondern auch weniger verletzungsanfällig macht.

Funktionelles Training ist für jede Sportart eine sinnvolle Ergänzung, da es auf die Ausübung der spezifischen Sportart vorbereitet. Im Gegensatz zum geführten Krafttraining an Geräten, sorgt Functional Training dafür, dass der Sportler bei der Ausführung von komplexen Bewegungsabläufen selbst für Stabilität im Bewegungsablauf sorgen muss und dabei auch noch mehrere Gelenke und Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht. Dabei wird hauptsächlich das eigene Körpergewicht als Widerstand eingesetzt, beispielsweise bei Kniebeugen oder Ausfallschritten, die von fortgeschrittenen Athleten nach und nach auf immer instabiler werdenden Untergründen ausgeübt werden, um Stabilität und Balance zu fördern und so den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Tools wie Balance Pads, Sling-Trainer, Kettlebells, Bänder oder Bälle können das Training ergänzen.

 

Über mich: aufgewachsen im schönen Osttirol war Sport in meiner Familie schon immer ein großes Thema. Von Ballett über Turnen und Rock ‘n Roll, Skifahren und Snowboarden, Tennis, Aerobic und später Leichtathletik – ich habe sportlich damals sämtliches ausprobiert und verfolgt.

Nach dem Studium folgten nach einem kurzen Intermezzo im mittleren Handelsmanagement einer großen Lebensmittelhandelskette mehrere Jahre in der politischen PR und der Werbung. Berufsbegleitende Weiterbildung „nebenbei“ lehrte mich einmal mehr die Wichtigkeit von gutem Zeitmanagement. Heute freue ich mich darüber, selbständig zu sein und das machen zu können, was ich schon immer machen wollte: mit meinem Gesundheitsconsulting-Unternehmen berate ich Menschen in den Bereichen betriebliche Gesundheitsförderung, gesunder Lifestyle und Bewegung und halte dazu Vorträge und Workshops ab. Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf dem Laufsport, da ich in Zusammenarbeit mit der LaufSportPraxis als Bewegungs- und Laufanalystin LäuferInnen dabei helfe, schneller, gesünder und verletzungsfreier zu laufen. Mehr über mich findet ihr auf meiner Website, meinem Gesundheitsblog und Twitter.

Website: http://gesundheitsconsulting.at/
Blog: http://diegesundheitsexperten.com/
Twitter: https://twitter.com/VeraMair

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