Vera

Vera

19. März 2014

Auf den Hund gekommen

Hunde sind tolle Begleiter. Sie leisten die Arbeit eines Personal Trainers und Psychologen in einem. Zumindest, wenn sie ausgewachsen sind. Als Welpen sind sie eher einem Baby gleichzusetzen, aber auch damit ist man ständig auf Achse.

Und trotzdem ist die Geschichte von meinem ersten Hund und mir weniger eine „Gesundheitsgeschichte“ als vielmehr ein Erfüllen eines lang gehegten Traums. Die Geschichte mit dem Hund begann bereits als ich im Kindergarten war. Ich habe mir seit ich denken kann Tiere um mich gewünscht und war von keinem Bauernhof wegzubringen, genauso wenig wie von Pferdeställen oder den Babykatzen der Nachbarn. Tiere, v.a. Hunde und Katzen, fand ich immer ganz ganz toll. Somit wuchs bereits als junges Mädchen mein Traum von einem „Haustierbauernhof“ – viele Tiere und alles ohne Schlachten ;-) . Denn als Kind vom Land machte ich früher öfter auf dem Weg zur Schule nicht allzu schöne Entdeckungen auf den Wiesen der Bauern, weshalb ich bereits recht früh keine gute Fleischesserin war.

Bis der eigene erste Hund dann kam, hat es lange gedauert, denn meine Eltern ließen sich zwar zu einem Nymphensittich, einer Katze (über die Jahre waren es dann zwei, allerdings nicht gleichzeitig), einem Aquarium und sogar einer Ratte überreden, ein Hund allerdings war damals nie auch nur Diskussionsthema. Deshalb war für mich klar: später will ich einen haben. Wie uns aber allen bekannt ist, kommt „später“ oft lange nicht. Bei manchen sogar nie. Weil so oft anderes dazwischen kommt, sich Dinge ändern, man sich nicht traut, der richtige Zeitpunkt nicht kommt. Es gibt genug Gründe und Ausreden. Aber es gibt genauso gut auch Möglichkeiten und Wege etwas dennoch zu schaffen, besonders, wenn es sich um Lebensträume handelt.

Schlussendlich sind wir früher als gedacht auf den Hund gekommen. Eigentlich wollten wir erst noch unseren Umzug abwarten. Und eigentlich hatte ich bereits eine andere Art von Hund im Auge. Trotzdem war klar als wir den kleinen Racker das erste Mal mit wenigen Wochen sahen: das ist unserer. Sein Erkennungsmerkmal war deutlich, ein großer schwarzer Fleck am rechten Hinterbein. Rechts wie bei dem griechischen Helden Achilles. Achilles -„unser“ Hundename seit Jahren, wenn wir von unserem Hundetraum sprachen. Somit stand fest, auch wenn der Zeitpunkt nicht der geplante Zeitpunkt war, das Schicksal hatte entschieden. Der Kleine gehört zu uns.

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Seither ist viel passiert. Wir haben weitere Hundeliteratur gelesen. Wir sind noch mehr draußen als wir es ohnehin schon waren. Gehen dabei nicht nur laufen, sondern auch sehr viel spazieren. Wir brauchen am Wochenende am Markt keine 15 Minuten mehr, sondern über eine Stunde, weil man durch den Hund mit jedermann ins Gespräch kommt. Wir unterhalten uns auf der Straße, in der Hundezone, bei der Post, überall mit an und für sich fremden Menschen. Noch nie habe ich die WienerInnen so kommunikativ und freundlich erlebt. Da sieht man, was ein Hund alles ausmacht :)) .

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Liebste Grüße von Achilles & Vera

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